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Trainingslager, Tag 1

Heises Einstieg beim KSC endet in der Eistonne

Ihr erster Trainingslager-Tag in Oberösterreich hatte es für die Fußballer des Karlsruher SC in sich. Fast fünf Stunden schwitzten sie während der beiden Einheiten.

Harter Einstieg: Der am Dienstag von Norwich City ausgeliehene Philip Heise (im Vordergrund) beim Training in Bad Leonfelden. Foto: Helge Prang/GES

Neben dem Kurort-Freibad, dem „Aqua Leone”, liegt direkt hinter einer Curling-Bahn die Vortuna-Arena. Darin spielt an diesem Freitagabend die erste Mannschaft der Sportunion Vortuna Bad Leonfelden gegen den ASKÖ Schwertberg. Das Spiel der Fußball-Landesliga Ost werden dann die einheimischen Fußballfreunde von der knapp 300 Besucher fassenden Tribüne aus verfolgen.

Auf Abstand ist man natürlich auch hier bedacht, jeder zweite Platz ist mit einem „x” versehen. Zu den ersten Einheiten des Karlsruher SC im Trainingslager in Oberösterreich machten sich von dort mehr als ein Dutzend Fans des Zweitligisten bemerkbar, die sich von der 600 Kilometer weiten Anreise aus Karlsruhe bis an die tschechische Grenze nicht hatten abschrecken lassen.

Viel Aufwand, noch zu wenig Ertrag

Hoch oben über dem Platz entging auch ihnen nichts. Marvin Wanitzek, beim Test gegen die Spvgg Unterhaching (2:2) am Tag davor wegen einer Steißbeinprellung noch unpässlich, war wieder da. Vier Wochen vor dem Saisonstart ist das Trainerteam von den Ausdauer-intensiven größeren Spielformen zu den kleineren übergegangen.

Über- und Unterzahlspiel mit Fokus auf die Offensive bildeten Schwerpunkte. „Nach meinem Eindruck fühlen sich die Jungs sehr, sehr wohl, wenn sie relativ weit vorne die Bälle gewinnen. Dazu ist ein hohes läuferisches Pensum vonnöten. Dann ist es aber auch wichtig, dass wir uns belohnen wie in Haching mit dem 1:0“, erklärte Eichner.

Die Kehrseite nannte er während der Mittagspause am Donnerstag auch: „Wir hatten auch viele Spiele drin, in denen uns das nicht gelang, weil der Pass nicht gut genug kam oder der Abschluss nicht gut war. Wenn du so einen hohen Aufwand ohne Ertrag betreibst, ist es für den Kopf nicht ganz so einfach.“

Kother für Qualifikationsspiele der U21 nominiert

Am Nachmittag des ersten Trainingstags in Bad Leonfelden hielten er und Zlatan Bajramovic die Profis bei einem Turnier mehr als zwei Stunden auf Trab. Danach gab´s einen zehnminütigen Zirkel. Beim Team-Building mit den bislang vier Neuen fällt eines schon auf: Einer wie Daniel Gordon, der in den zurückliegenden Jahren die Integrationsfigur in der Kabine war und den der KSC auch mit Blick auf einen Anschlussjob im Nachwuchs einen neuen Vertrag versprach, ist noch nicht erkennbar.

Für die Momente zum Schmunzeln auf dem Rasen sorgt in Österreich der Cheftrainer selbst: Vor einer Übungsform mit Ball im Slalomlauf erwähnte Eichner die Exzellenz eines Alberto Tomba, obschon die meisten seiner Jahrgänge im Kader mit dem einstigen italienischen Ski-Idol nichts mehr anzufangen wussten.

Ein anderes Mal bescheinigte Eichner Dominik Kother, „schon wieder wie ein Eichhörnle“ dreinzuschauen. Für Kother war es da schon ein guter Tag: U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz hatte ihn gerade für die EM-Qualifikationsspiele gegen Moldawien (3. September) und Belgien (8. September) nominiert.

Heise fühlt sich bestens empfangen

Philip Heise war nach den ersten Einheiten am Donnerstag einfach nur platt. Die Eistonne war sein Zufluchtsort, bevor er an der Badstraße dem wartenden Mannschaftsbus zustieg, der fünf Minuten bis ins Hotel Falkensteiner brauchte.

Der am Dienstag von Norwich City ausgeliehene Linksverteidiger sagte den Badischen Neuesten Nachrichten, dass er froh sei, „endlich wieder am Ball zu sein“.

Er könne sich nicht beklagen, denn er sei von „den Jungs super empfangen“ worden. Schon seit zwei Monaten habe er mit dem KSC in Kontakt gestanden. Nun war er zufrieden, bei besten Platzbedingungen mit seiner neuen Mannschaft trainieren zu können.

Kreuzer ist noch nicht fertig

Dass der KSC in der kommenden Woche eine fünfte Verpflichtung vornimmt, schloss Sportgeschäftsführer Oliver Kreuzer nicht aus. „Wir wollen noch etwas für die Außenbahn machen“, wiederholte er die bekannte Absicht. Florian Kath vom SC Freiburg bleibe ein Thema.

KSC
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