Jubel nach Tor zum 0:2 für den KSC: Torschütze Philipp Hofmann herzt Dirk Carlson.
Jubel nach Tor zum 0:2 für den KSC: Torschütze Philipp Hofmann herzt Dirk Carlson. | Foto: GES

Fußball

Erfolgreiche Liga-Generalprobe gegen Ingolstadt: Hofmann schießt KSC zum Glück

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Das war mal eine Ansage von Philipp Hofmann, dem Top-Torjäger des Karlsruher SC. Bei der Generalprobe für den Zweitliga-Auftakt 2020 am 29. Januar bei Schlusslicht Dynamo Dresden zeigte sich der zehnmalige Liga-Torschütze so richtig in Torlaune. Beim 4:0 (2:0) gegen den Drittliga-Zweiten FC Ingolstadt bahnte der Mittelstürmer mit seinen beiden Treffern vor (11., 40.) und einem dritten (50.) nach der Pause den Weg zum verdienten Erfolg seiner Mannschaft. Marvin Wanitzek setzte mit dem Abpfiff den Schlusspunkt.

Bei seinen ersten beiden Toren profitierte  Hofmann von der Vorarbeit des über die linke Seite angreifenden Dirk Carlson, beim dritten ging’s nach einer schnellen Spieleröffnung über KSC-Schlussmann Benjamin Uphoff ab durch die Mitte.

Der KSC beendete damit seine Testspielserie der Winter-Vorbereitung mit einem zweiten Erfolgserlebnis. Während des Trainingslagers in Spanien hatte die Mannschaft von Alois Schwartz zuvor den Schweizer FC Lausanne-Sport mit 1:0 bezwungen, bei der 0:2-Schlappe gegen den Viertligisten Rot-Weiß Essen bitter enttäuscht und beim 0:1 gegen den rumänischen Top-Club FCS Bukarest eine ordentliche Leistung geboten.

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KSC-Trainer Schwartz muss von A-Lösungen abweichen

Der Auftritt auf Platz vier der Schanzer sollte am Dienstagnachmittag schon deutlichere Aufschlüsse darüber bringen, wie Schwartz den Ernstfall in der Liga bei den Dresdnern angehen könnte. Notgedrungen war er bei der letzten Wettkampf-Probe auf zwei Positionen von seinen mutmaßlichen A-Lösungen abgewichen.

Anstelle des wegen einer Oberschenkelzerrung pausierenden Marco Thiede verteidigte Burak Camoglu auf der rechten Seite. Für den nach einer Oberschenkelblessur mit Trainingsrückstand behafteten Marc Lorenz begann der etatmäßige Linksverteidiger-Backup Dirk Carlson vorgezogen am Flügel, über den dann eine ganze Menge laufen sollte.

Gersbeck teilt sich das Tor mit Uphoff

Marius Gersbeck hütete im ersten Abschnitt das Tor, nach der Pause löste ihn Uphoff ab. Zu diesem Zeitpunkt führte der in einem 4-1-4-1 gestaffelte KSC verdient mit 2:0. Neben den Treffern von Hofmann verzeichnete der Tabellen-15. der Zweiten Liga bis dahin ein klares Chancenplus.

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Nach der Pause legte Hofmann zur Vorentscheidung nach. Gegen die später auch einige Male gefährlicher in Erscheinung getretenen Ingolstadter ließ die Hinterreihe der Gäste nichts anbrennen. Schwartz wechselte in der 77. Minute auf vier Positionen.

Darunter war der Goalgetter Hofmann, der mit seinem Fallrückziehertor aus dem Regensburg-Spiel auch für das „Tor des Jahres“ nominiert wurde. Er machte Fink Platz. Bis zur 83. Minute zog Jérôme Gondorf, der bislang einzige Winter-Zugang, die Fäden, ehe Alexander Groiß für die Schlussphase ran durfte.  Wanitzek, der zuvor zwei gute Chancen verpasst hatte, setzte schließlich für den KSC nach Hereingabe von Lorenz doch noch einen drauf.

Marvin Pourié tritt Reise nach Ingolstadt nicht an

Marvin Pourié hatte die Reise nach Ingolstadt nicht mehr angetreten. Der Angreifer, dessen Ausleihe nach Braunschweig am Dienstag zunächst noch unbestätigt blieb, kümmerte sich bei seinem Arbeitgeber der nächsten Monate um letzte Modalitäten.

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Karlsruher SC: Gersbeck (46. Uphoff) – Camoglu (77. Kother), Gordon, Pisot (77. Kobald), Rossbach (46. Lorenz)– Fröde (77. Djuricin) – Stiefler, Wanitzek, Gondorf (83. Groiß), Carlson – Hofmann (77. Fink).