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DFB-Pokal-Spiel am Samstag

Aufstellung, Torwart und Prognose: Das sagt KSC-Coach Eichner vor dem Auftakt gegen Union Berlin

Flutlicht im Wildparkstadion, dazu ein paar glückliche Fans auf der Tribüne und eine motivierte Mannschaft auf dem Rasen. Der KSC will den perfekten Saisonauftakt und gegen Union Berlin am Samstag in die zweite Runde des DFB-Pokals einziehen.

Gelingt der Einzug in Runde zwei des DFB-Pokals? KSC-Kapitän Jerome Gondorf (v.l.), Cheftrainer Christian Eichner und Sportdirektor Oliver Kreuzer sind auf der Jahrespressekonferenz in Forst optimistisch. Foto: Carolin Reisenauer

Von Carolin Reisenauer

Die Aufgabe zum Saisonauftakt ist für den Karlsruher SC klar: „Wir müssen enorm viel investieren und brauchen mit Sicherheit einen sehr guten Tag“, fasst Cheftrainer Christian Eichner im Vorfeld der Partie in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Erstligist Union Berlin an diesem Samstag (18.30 Uhr) im heimischen Wildparkstadion zusammen.

Er ergänzt: „Wir müssen uns in beiden Strafräumen gut präsentieren. Auf der einen Seite müssen wir unser eigenes Tor schützen. Auf der anderen Seite bin ich mir sicher, dass wir unsere Chance erhalten werden. Wir müssen dann einfach nur da sein und uns ‚eiskalt bedanken“, fordert Eichner von seinem Fußball-Zweitligisten zum Pflichtspielauftakt. „Eine gute Geschichte wäre es natürlich, wenn wir in Führung gehen könnten.“

Startelf gegen Union wird für KSC-Coach Eichner klarer

Mit welcher Startformation der KSC gegen die „Eisernen“ ins Spiel geht, zeichnet sich für Eichner immer klarer ab. Marvin Wanitzek und Kapitän Jerome Gondorf sind gesetzt, ebenso Philipp Hofmann im Angriff. Gute Chancen an der Seite des Torjägers auf dem Rasen zu stehen, hat Marco Djuricin, sollte dieser nach seinen Adduktorenproblemen in dieser Woche rechtzeitig fit sein.

Eine harte Entscheidung steht Eichner noch bevor: die Wahl des neuen Stammtorhüters. „Es war ein absolut respektvoller Zweikampf“, beschreibt der Cheftrainer die Situation zwischen Marius Gersbeck und Markus Kuster. Der 37-Jährige vertraut bei der Wahl auf die Meinung von Torwarttrainer Markus Miller: „Er arbeitet jeden Tag mit den Jungs zusammen und ist nah dran. Das allerletzte Wort habe aber natürlich ich.“

Atmosphäre wie bei einem Vorbereitungsspiel.
Jerome Gondorf, KSC-Kapitän

450 Zuschauer dürfen der Partie im Stadion beiwohnen. Nach der Geisterkulisse in den letzten Partien der abgelaufenen Saison ein erster Schritt zurück, doch noch lange keine Normalität, wie Oliver Kreuzer, der Geschäftsführer Sport der Blau-Weißen, betont. Kapitän Gondorf erwarte eine Atmosphäre „wie bei einem Vorbereitungsspiel“.

Doch für die Karlsruher steht viel auf dem Spiel – neben zusätzlichem Selbstvertrauen vor dem Start in die Punktspielrunde eine Woche später bei Aufstiegskandidat Hannover 96 am Samstag, 19. September, vor allem auch um viel Geld für die klammen Clubkassen. Rund 300.000 Euro bekäme der KSC für das Erreichen der zweiten Pokalrunde.

Geschäftsführer Becker rechnet mit Minus’

Nachdem der KSC die Vorsaison bereits mit einem Defizit von einer Million Euro abgeschlossen hat, rechnet Geschäftsführer Michael Becker auch für diese Spielzeit durch wegfallende Zuschauereinnahmen mit einem hohen Minus. „Seriöse Prognosen abzugeben, ist aktuell aber nicht möglich.“ Immerhin wurde am Donnerstag bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz der Badener bekannt, dass neben der Mannschaft und dem Trainerteam auch beide Geschäftsführer auf zehn Prozent ihres Gehalts verzichten.

Für Eichner geht es gegen Union „ans Eingemachte“

Dazu haben die Blau-Weißen im Sommer auch ihren Kader etwas verkleinert. 14 Abgängen stehen aktuell mit Kuster, Philipp Heise, Benjamin Goller und Robin Bormuth vier externe Neuzugänge gegenüber. Dazu bekommen die Nachwuchsspieler David Trivunic, Jannis Rabold und Marlon Dinger ihre Chance. Torhüter Paul Löhr unterschreibt am Donnerstag einen Profivertrag und wird die neue Nummer drei nach dem Abgang von Sven Müller nach Halle.

Doch noch sind die Kaderplanungen beim KSC nicht abgeschlossen. Kreuzer kündigte an, dass noch ein Spieler für die rechte Abwehrseite gesucht wird. Dazu schwebt die Gefahr eines Abgangs des durchaus begehrten Hofmann über dem Wildpark. Doch Kreuzer und Eichner geben sich hier positiv: „Mit jedem Tag, den er länger bei uns ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er bleibt“, so Kreuzer.

In der Mannschaft darf dies ohnehin dieser Tage kein Thema sein, hier richtet sich der Fokus auf das Pokalduell. Eichner entschlossen: „Es geht ans Eingemachte. Genau darauf haben wir die letzten sechs Wochen hingearbeitet. Wir wollen in die zweite Pokalrunde, da ist es egal, wer auf der anderen Seite steht.“

KSC
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