Geht beim VfB Stuttgart voran: Kapitän Marc-Oliver Kempf. | Foto: imago images

VfB-Kapitän vor dem Derby

Der Stuttgarter Innenverteidiger Kempf ist gefragt

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Dass es beim VfB Stuttgart derzeit nicht so rund läuft, merkt Marc-Oliver Kempf daran, dass der Spielführer des schwäbischen Fußball-Zweitligisten derzeit mehr gefragt ist, als sonst. „In der jetzigen Situation wird halt mehr die Stimme des Kapitäns gesucht. Bei positiven Ergebnissen kommen mehr die Leute in den Medien vor, die zum Sieg beitragen“, sagt der 24 Jahre alte Innenverteidiger.

Auch intern sei die Kommunikation mit den Mitspielern derzeit intensiver. Probleme, seinen Kopf hinzuhalten, habe er nicht, versichert Kempf vor dem Derby gegen den Karlsruher SC am Sonntag (13.30 Uhr, mit BNN-Liveticker) vor heimischem Publikum – auch wenn er die Rolle des Leaders erst seit knapp vier Monaten ausfüllt.

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Kempf vom Sieg überzeugt

An eine Niederlage im brisanten Landesduell hat der ehemalige Freiburger nach eigener Aussage noch keinen Gedanken verschwendet. „Ich bin vollkommen überzeugt, dass wir am Sonntag als Sieger vom Platz gehen“, betont Kempf. Dass der Aufsteiger aus Karlsruhe allerdings schwer zu schlagen und zu bespielen ist, wisse man in Stuttgart. „Sie werden sich mit elf Mann in jeden Ball schmeißen“, vermutet Kempf. Doch wenn der VfB seine fußballerischen Qualitäten mit der nötigen Laufbereitschaft kombiniere, und in den Zweikämpfen „eklig“ agiere, „dann können wir jeden in der Liga schlagen“.
Kempf hofft trotz aller Rivalität am Sonntag auf eine friedliche Atmosphäre auf den Rängen. „Ausschreitungen oder einen drohenden Spielabbruch will keiner sehen“, sagt der gebürtige Hesse. Es solle auch im Derby alleine um den Fußball gehen.

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„Viele Mannschaften konzentrieren sich inzwischen auf die Defensive“

Die Zweite Liga kennt der U21-Europameister von 2017 bereits aus seiner Zeit in Freiburg.  Damals hätten die meisten Teams noch versucht, offensiv mitzuspielen. Das sei heutzutage anders. „Viele Mannschaften konzentrieren sich inzwischen auf die Defensive, vor allem in den Spielen gegen uns“, hat Kempf festgestellt. Und es sei natürlich nicht einfach, gegen Gegner zu spielen, die mit zehn Mann das eigene Tor verbarrikadieren.