Skip to main content

Interesse von Union Berlin

Kettenreaktion bei Transfers könnte Hofmann-Verbleib beim KSC ins Wanken bringen

Der KSC will Philipp Hofmann möglichst halten, doch unverkäuflich, das sagt auch Sportchef Kreuzer, ist der Torjäger nicht. Kommt eine Kettenreaktion in Gang, könnte alles ganz schnell gehen.

Im Visier von Union: KSC-Torjäger Philipp Hofmann steht auf dem Wunschzettel des Bundesligisten aus Berlin. Foto: Markus Gilliar/GES

Fällt im Transferpoker der erste Dominostein, wird es auch für den Karlsruher SC und dessen Torjäger Philipp Hofmann interessant. Die Kettenreaktion, die am Ende auch den Fußball-Zweitligisten tangieren könnte, sieht wie folgt aus: Wechselt Jhon Cordóba, momentan noch beim 1. FC Köln unter Vertrag, zur Hertha nach Berlin, könnte der schwedische Nationalspieler Sebastian Andersson als Cordóba-Ersatz zum FC kommen.

Der Stürmer von Union Berlin hatte bereits am Samstag im Pokalspiel beim KSC, das die Berliner mit 1:0 nach Verlängerung gewannen, nicht mehr im Union-Kader gestanden. Anderssons Transferwunsch hatte Urs Fischer, Trainer der Köpenicker, nach der Partie bestätigt. Der „Express“ berichtet nun, dass sich Köln und Union über einen Wechsel des Schweden einig seien.

Union klopft beim KSC in Sachen Hofmann an

Und an dieser Stelle kommen Hofmann und der KSC ins Spiel, denn Union Berlin hat als Andersson-Nachfolger den Karlsruher Torjäger ins Visier genommen. KSC-Sportchef Oliver Kreuzer bestätigte auf Nachfrage dieser Zeitung, dass der Pokalgegner vom vergangenen Samstag in Person von dessen Geschäftsführer Profifußball, Oliver Ruhnert, sich in Sachen Hofmann gemeldet hat. „Dies ändert aber nichts an unserer Haltung, dass wir Philipp Hofmann weiter bei uns sehen“, erklärte Kreuzer. Ein konkretes Angebot habe Union noch nicht vorgelegt. Kreuzer weiter: „Warum soll ich die Berliner Probleme lösen, wenn ich mir dadurch eine riesige Baustelle aufmache?“

Hofmanns Vertrag im Wildpark läuft noch bis zum 30. Juni 2021. Der Kontrakt würde sich aber nach dem sechsten Liga-Einsatz des Stürmers automatisch um ein Jahr verlängern. Der KSC sitzt also am längeren Hebel. Unverkäuflich, das hatte auch Kreuzer kürzlich wieder betont, sei der 17-Tore-Mann aus der vergangenen Spielzeit aber nicht. Als Schmerzgrenze hatte Kreuzer den halben Etat genannt, der sich, so hatte es Geschäftsführer Michael Becker Ende August erklärt, zwischen 8,5 und 9,5 Millionen Euro einpendeln soll.

Halber Etat ist für Kreuzer die Schmerzgrenze

Von einer solchen Zahl sei man noch ganz weit weg, hatte Kreuzer am vergangenen Donnerstag bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz erklärt. Sollte Union, Kreuzer zufolge aktuell der einzige konkrete Interessent, aber eine Summe jenseits der vier Millionen Euro bieten, könnte man beim finanziell angeschlagenen KSC schwach werden. Utopisch ist dies nicht. Laut „B.Z. Berlin“ ist die Hertha bereit, für Cordóba 15 Millionen Euro nach Köln zu überweisen, womöglich wird der Wechsel auch mit dem Transfer von Ondrej Duda in die andere Richtung teilweise verrechnet.

Für Andersson könnte der FC Medienberichten zufolge wiederum um die sechs Millionen Euro locker machen, was Union bei Hofmann einen gewissen Spielraum eröffnen würde. Kreuzer betont aber: „Ein Wechsel kommt nur zustande, wenn es für alle Parteien eine Win-win-Situation ist.“ Für den KSC würde sich eine solche nur dann einstellen, wenn ihm noch genügend Zeit bliebe, um nach einem möglichen Hofmann-Abgang auf dem aktuell übersichtlichen Markt aktiv zu werden. Das Transferfenster schließt bekanntlich am 5. Oktober.

KSC
nach oben Zurück zum Seitenanfang