Oliver Kreuzer
Der Karlsruher Sportdirektor Oliver Kreuzer. | Foto: Uli Deck/Archiv

Vertragsverlängerung bestätigt

Kreuzer ist Dauerbrenner beim KSC

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Am Freitagabend wurden in Karlsruhe Nägel mit Köpfen gemacht und es bestätigte sich das, was die Badischen Neuesten Nachrichten bereits am Dienstagabend berichtet hatten. Nach der zu Wochenbeginn erzielten mündlichen Einigung über eine weitere Zusammenarbeit bis 30. Juni 2021 unterschrieb der Sportdirektor Oliver Kreuzer das dazugehörige Arbeitspapier beim Fußball-Drittligisten Karlsruher SC.

KSC-Präsident Ingo Wellenreuther war zwischenzeitlich von seinen beruflichen Verpflichtungen aus Berlin nach Karlsruhe zurückgekehrt, womit die Formalie noch rechtzeitig vor der am Montag folgenden Ordentlichen Mitgliederversammlung erledigt werden konnte. In der Badnerlandhalle kann das Präsidium den Mitgliedern dann Planungssicherheit im sportlichen Ressort bis 2020 mit Alois Schwartz auf der Position des Cheftrainers sowie eben mit dem planmäßig um ein Jahr länger fürs Management gebundenen Kreuzer vorstellen. Daneben wird Wellenreuther Botschaften mitbringen, die aufzeigen sollen, dass sein bis 2019 gewähltes Präsidium seine Hausaufgaben mit Blickrichtung Zukunft macht. Stichwort: Ausgliederung. Am Dienstag wiederum soll der Karlsruher Gemeinderat den entscheidenden Knopf an die Stadionbaupläne machen. Im November schon sollen die Vorarbeiten auf dem Areal am Adenauerring beginnen.

„Weichen für kommende Saison“

Kreuzer, von Mai 2011 bis Juni 2013 und dann wieder nach Episoden beim Hamburger SV und 1860 München seit Dezember 2016 im  Wildpark beschäftigt, ließ sich am Freitagabend in einer Pressemitteilung des Clubs zitieren. Er freue sich demnach „auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Trainerteam, der Mannschaft und den Verantwortlichen des Vereins. Der KSC war immer mein erster Ansprechpartner, darum musste ich nicht lange überlegen“. Kreuzer, der 52 Jahre alte Ex-Profi des KSC und des FC Bayern München,  ist damit im Büro des Sportchefs gewissermaßen zum Dauerbrenner geworden.

Das Präsidium erklärte, sich darüber zu freuen, „mit Oliver Kreuzer weiterhin einen erfahrenen und kompetenten Sportdirektor mit an Bord“ zu haben. „Wir schätzen die vertrauensvolle Zusammenarbeit und das große Engagement von Oliver Kreuzer. Wichtig war uns auch, auf dieser für den sportlichen Bereich entscheidenden Position frühzeitig Planungssicherheit zu haben, um bereits jetzt die Weichen für die kommende Saison stellen zu können.“, hieß es weiter.

Zehn Profiverträge laufen aus

Das Echo in der Fanszene fiel gespaltener aus. Seine Kritiker werfen Kreuzer vor, in seinen beiden Job-Perioden beim KSC einfach zu viele Fehleinkäufe getätigt zu haben. Gegen diesen Vorwurf hat sich Kreuzer stets entschieden verwahrt. Alternative Personalgedanken für die wichtige Position im Verein hat der Vorstand offenkundig auch nicht angestellt.

Zehn Profiverträge von Spielern aus dem aktuellen Kader des Tabellenvierten, der am Sonntag (14 Uhr) den SV Wehen Wiesbaden im Wildparkstadion empfängt, enden am Saisonende. Zudem hat der bisherige Torwarttrainer Kai Rabe noch keinen neuen Vertrag unterschrieben.

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