Kyoung Rok-Choi (links, KSC) mit seinem ehemaligen St.-Pauli-Kollegen Ryo Myaichi (Mitte). | Foto: Dankert

Pisot muss verletzt raus

KSC überzeugt im Test gegen St. Pauli

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Platz gut, Betten gut, Essen gut – für Alois Schwartz war kurz vor dem Ende des Trainingslagers mit dem Karlsruher SC in den Kitzbüheler Alpen damit fast alles gut, was aus seiner Sicht zu einem gelungenen Vorbereitungs-Camp gehört. „Diese drei Sachen sind immer das Wichtigste“, fand er, als im Kuhotel beim Tross erste Vorbereitungen fürs Auschecken getroffen wurden. Vor der für Mittwochvormittag vorgesehenen Abreise siegten die in ihren neuen orangenen Ausweichtrikots angetretenen KSC-Profis auf der Anlage des SK Waidring gegen FC St. Pauli mit 4:1. Die Tore für den KSC erzielten Florent Muslija (2), Christoph Kobald und Anton Fink. Der zum Kapitän ernannte Pisot musste in der 72. Minute verletzt raus.

Für Markus Kauczinski, den Trainer der Hamburger, war das Wiedersehen mit einigen alten Bekannten auf dem Platz „besonders“. Der frühere Trainer der Karlsruher, der seit vergangenem Winter beim Zweitligisten das sportliche Sagen hat, war mit seinen Kiez-Kickern schon zwei Stunden vor Anpfiff am Spielort in Waidring eingetroffen. Ohne den früheren KSC-Angreifer Dimitris Diamanatakos an Bord, der, wie in der Print-Ausgabe am Montag schon berichtet, wegen der Behandlung einer Oberschenkelverletzung aus dem Trainingslager der Hamburger in Maria Alm in die griechische Heimat abgereist war.

Der Trainer von St. Pauli , Markus Kauczinski (links), mit Daniel Gordon vom KSC (rechts). | Foto: Dankert

So einige alte Bekannte konnte Kauczinski am Platz des SK Waidring begrüßen, darunter KSC-Sportchef Oliver Kreuzer oder auch Daniel Gordon, der mit Kauczinski aus der Dritten Liga aufgestiegen war und im Frühsommer 2015 in der Bundesliga-Relegation am Hamburger SV gescheitert war.

Pisot trägt die Binde

Angeführt wurde die Mannschaft des KSC am Mittwochabend, wie schon beim vorangegangenen 2:1-Testspielerfolg gegen den Brentford FC, von David Pisot – der allerdings in der 72. Minute verletzt vom Platz musste. Es ist damit zu rechnen, dass Pisot von Schwartz auch zum Kapitän der Mannschaft bestimmt werden wird. Kai Bülow, der dieses Amt innehatte und mangels Einsätze auf dem Platz doch meist schon von Pisot vertreten wurde, wartete zuletzt in Karlsruhe auf den formalen Vollzug seines Wechsels zu Hansa Rostock. Offenbar stellt sich der KSC eine kleine Ablöse für den 32-Jährigen vor, der am vergangenen Freitag KSC-Sportchef Oliver Kreuzer in Tirol eröffnet hatte, zu seinem Heimatclub zurückgehen zu wollen. Am Dienstag sagte Kreuzer in Waidring zu dieser Personalie gegenüber dieser Zeitung: „Es hat mich verwundert, zu lesen, dass der Transfer angeblich stoppt, weil der KSC eine zu hohe Ablöse verlangt.“ Kreuzer rechnete erklärtermaßen nicht damit, dass der Wechsel Bülows noch scheitert.

Mehr zum KSC im Trainingslager und zum Test gegen den FC St. Pauli lesen Sie am Mittwoch in der Print-Ausgabe der Badischen Neusten Nachrichten.