KSC-Trainer Christian Eichner ist davon überzeugt, dass das Ziel Ligaverbleib nur gemeinsam zu schaffen ist.
KSC-Trainer Christian Eichner ist davon überzeugt, dass das Ziel Ligaverbleib nur gemeinsam zu schaffen ist. | Foto: GES

Nach Pisot-Kritik

KSC-Coach Eichner setzt auf Teamgedanken

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Der Befreiungsschlag in Sandhausen hatte seine Spuren hinterlassen. Die Stimmung, die sei in der ersten Wochenhälfte gut gewesen, ließ KSC-Trainer Christian Eichner wissen, und das „unabhängig von Karneval“. Dementsprechend saß am Aschermittwoch ein gut gelaunter Cheftrainer des Karlsruher SC auf dem Pressepodium, der angriffslustig verkündete, dass es am Freitag (18.30 Uhr) gegen den nur zwei Punkte besser dastehenden 1. FC Nürnberg Zeit sei für den ersten Heimsieg unter seiner Regie.

„Den Club hinter uns zu lassen in der Tabelle, das ist unser großes Ziel für Freitag“, so Eichner.

Wir dürfen uns so was nicht erlauben.

Christian Eichner, KSC-Trainer

Aufbruch- statt Katerstimmung also. Und die versucht der neue Chefcoach beim Fußball-Zweitligisten nicht nur auf dem Platz zu verbreiten. In einer Teambuilding-Einheit am Dienstag, auf deren Inhalt Eichner nicht näher einging, habe er die Spieler mit einem „Mix aus Regeneration, sportlicher Betätigung und ein wenig Kulinarik“ konfrontiert.

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Dass es sich beim Fußball nun mal um eine Mannschaftssportart handelt, betonte Eichner auch bei der Frage, wie er mit dem öffentlich artikulierten Missmut von Kapitän David Pisot umzugehen gedenke. Der Innenverteidiger hatte „angefressen“ auf seine Nicht-Berücksichtigung beim 2:0 in Sandhausen reagiert. Eichner kündigte an, die Sache intern aufzuarbeiten. Einzelinteressen müssten hinter die der Mannschaft gestellt werden, betonte er: „Wir dürfen uns so was nicht erlauben.“

Lob für Lorenz und Carlson

Lob hatte der angehende Fußballlehrer am Mittwoch aber auch übrig. Zum einen für die jüngsten Leistungen von Marc Lorenz, der aufgrund eines Rippenbruchs bis auf Weiteres fehlt. Zum anderen für die Entwicklung von Dirk Carlson. Ständig gewachsen sei dieser und habe zuletzt in Sandhausen „sehr, sehr ordentlich“ gespielt.

Bis Freitag muss sich Eichner nun entscheiden, ob er dem 21 Jahre jungen Luxemburger weiter das Vertrauen schenkt oder Damian Roßbach in die Startelf zurückbeordert. Der Platzhirsch auf der Linksverteidiger-Position steht nach abgesessener Rot-Sperre wieder zur Verfügung.

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