Skip to main content

2. Bundesliga

KSC gegen Sandhausen: Baden-Derby im Abstiegskampf

Am Sonntag spielt der Karlsruher SC gegen den SV Sandhausen. Gelingt dem KSC und Trainer Christian Eichner endlich wieder einmal ein überzeugender Auftritt? Und: Reicht die mündliche Vertrauenszusage des KSC-Sportchefs Oliver Kreuzer einem wie Eichner als Rückhalt aus?

Daniel Gordon. Foto: GES Foto: GES

Am Sonntag spielt der Karlsruher SC gegen den SV Sandhausen. Gelingt dem KSC und Trainer Christian Eichner endlich wieder einmal ein überzeugender Auftritt? Und: Reicht die mündliche Vertrauenszusage des KSC-Sportchefs Oliver Kreuzer einem wie Eichner als Rückhalt aus?

Im beschaulichen Sandhausen lässt sich auch in Fußballfragen ruhiger werkeln als in Karlsruhe. Der Trainer Alois Schwartz lernte diese Wahrheit von beiden Aussichtspunkten her kennen und auch, welchen Unterschied das macht, wenn beim KSC länger neben fußballerischen Fortschritten der Mannschaft auch noch deren Ergebnisargumente ausbleiben.

Die Partie KSC gegen Sandhausen im Live-Ticker auf bnn.de

Christian Eichner, Schwartz‘ vormaliger Assistent, erfährt als angehender Fußballlehrer bei den Blau-Weißen nun an eigener Haut, was der Ergebnisdruck im Zweitliga-Abstiegskampf mit dem Umfeld und auch mit denen macht, die sich nach innen wie nach außen festzulegen hätten. Sie hoffen auf den Zauber und den frischen Ansatz des Novizen. Gleichzeitig fürchten sie auch dessen Fehler aus Unerfahrenheit in sportlich sensibelster Lage.

Ob er zwischenzeitlich einen Cheftrainer-Vertrag habe? Diese bei der Pressekonferenz vor dem Auftritt des KSC am Sonntag ( 13.30 Uhr - Live-Ticker bei BNN.de ) beim SV Sandhausen gestellte Frage verneinte der 37 Jahre alte Eichner. In seinem dritten verantworteten Spiel am Sonntag beim 1:1 gegen den VfL Osnabrück hatte er das erste halbwegs hilfreiche Resultat herbeigecoacht - was sich für ihn doch wie eine halbe Niederlage anfühlte, nach einstündiger Überzahl samt spät kassiertem Ausgleich. Eichner verwies in eigener Sache aufs Standbild beim FC Bayern, bei dem es um Hansi Flick auch keine Reinform der Verbindlichkeit gibt. „Da kann man sich vielleicht auch mal von großen Trainern was abschauen und sagen, ich tue gut daran, mich auf die Mannschaft zu konzentrieren.“

Packt Eichner auch heiße Eisen an?

Da hat der ehrgeizige Ex-Profi fraglos ausreichend zu tun. Es stellen sich ihm sensible Fragen, wie er endlich zu Mehrwerten mit der Truppe kommt. Würde er nun etwa das etablierte Innenverteidiger-Gespann aus Daniel Gordon und David Pisot auseinanderreißen, so würde er damit das Team-Gefüge an sensibler Stelle berühren. Gordon ist Wortführer der Mannschaft, Pisot ist deren Kapitän und der junge Christoph Kobald, der ganz nah dran sei, ein Versprechen ohne Garantien im Existenzkampf.

Reicht die mündliche Vertrauenszusage des KSC-Sportchefs Oliver Kreuzer einem wie Eichner als Rückhalt aus, damit er auch heiße Eisen unvoreingenommen anpackt? Wie ist zu verfahren im Mittelfeld, in dem der per Anspruch und Auftrag gesetzte Jérôme Gondorf schwer an der Führungsrolle trägt und sich Marvin Wanitzek eine Weile nicht mehr zurechtzufinden scheint? Wie lange ist Eichner in der Lage, Änis Ben-Hatira als Reservisten zu beruhigen?

2.500 KSC-Fans fahren mit

Eichner hält sich vor dem vom Stuttgarter Schiedsrichter Martin Petersen geleiteten Duell unter Badenern an das, was er verantworten kann. „Ich glaube, von jedem Spieler ein Bild zu haben, dass ich ein gutes Gefühl dafür habe, was wir in Sandhausen wieder tun werden“, sagte er und erwähnte, dass in den Reihen der zuletzt dreimal bezwungenen Kurpfälzer „auch einige Profis der Größe von Umzugshelfern“ stünden. Das könnte heißen, dass er den Doppel-Turm im eigenen Abwehrzentrum mit den Routiniers nicht infrage stellt.

Eichner gab nichts preis, das nicht sowieso auf der Hand läge: Dirk Carlson dürfte nochmals den gesperrten Damian Roßbach auf der linken Abwehrseite vertreten. Ob der im Spiel gegen Osnabrück ebenfalls ausgewechselte Marc Lorenz (muskuläre Probleme) davor wieder angreifen kann, musste sich erst weisen. Mehr als 2.500 Anhänger werden den KSC nach Club-Angaben ins Hardtwaldstadion begleiten.

KSC
nach oben Zurück zum Seitenanfang