Nach seinem starken Auftritt gegen Sandhausen will KSC-Neuzugang Änis Ben-Hatira nun auch gegen Nürnberg jubeln.
Nach seinem starken Auftritt gegen Sandhausen will KSC-Neuzugang Änis Ben-Hatira nun auch gegen Nürnberg jubeln. | Foto: GES

Kellerduell mit Nürnberg

KSC setzt auf Momentum und Mutmacher Ben-Hatira

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Änis Ben-Hatira dürfte an diesem Freitag (18.30 Uhr) im Trikot des Karlsruher SC sein Heim-Debüt geben. Nach dem starken Auftritt des Winter-Neuzugangs beim 2:0-Erfolg in Sandhausen, bei dem Ben-Hatira als Torschütze und Vorbereiter glänzte, wäre alles andere eine große Überraschung. Zumindest die Rahmenbedingungen dürften den früheren Bundesliga-Profi an bessere Zeiten erinnern: Zum Traditions-Duell des KSC mit dem 1. FC Nürnberg wird die Wildpark-Baustelle voraussichtlich ausverkauft sein.

Hoffen auf den Unterschiedsspieler

Und nicht nur KSC-Cheftrainer Christian Eichner hofft dann, dass der 31 Jahre alte gebürtige Berliner da weitermacht, wo er gegen Sandhausen aufgehört hat. Als Unterschiedsspieler soll Ben-Hatira noch möglichst oft in Erscheinung treten, wünscht sich Eichner, der aber auch betont: „Er muss sich nur darüber im Klaren sein: Das ist jetzt Arbeit, deutsche Zweite Liga.“ Und noch dazu Abstiegskampf. Eichner rechnet mit einem „der Wetter- und Tabellensituation angepassten Spiel“. Zumindest während der Einheit am Donnerstag hatte es in Strömen geregnet.

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Thema Pisot wurde intern aufgearbeitet

In dem Kellerduell, in das die einen Platz besser positionierten Gäste mit zwei Punkten mehr als die Karlsruher gehen, wird es aber nicht nur auf Ben-Hatira ankommen. Die über weite Strecken der Saison wackelige Defensive – außer den Nürnbergern hat kein Ligakonkurrent so viele Gegentore kassiert (42) – muss den zarten Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortsetzen.

Im Abwehrzentrum dürfte dabei erneut der junge Österreicher Christoph Kobald (22) den Vorzug vor Kapitän David Pisot erhalten, der sich nach seiner Nicht-Berücksichtigung in Sandhausen zum Sündenbock abgestempelt sah. Inzwischen sei das Thema intern mit dem Spieler aufgearbeitet worden, erklärte Eichner am Donnerstag: „Damit ist es für mich erledigt.“

So viel einfacher wird es deshalb am Freitag sicher nicht.

Dirk Carlson, KSC-Spieler

Auf der linken Abwehrseite ist ein weiteres Mal mit dem Luxemburger Dirk Carlson zu rechnen, wenngleich Damian Roßbach nach seiner Rot-Sperre wieder eine Option darstellt. Carlson will das Erfolgserlebnis im badischen Duell nicht überbewerten. Gut habe der Sieg natürlich schon getan, aber: „Wir wissen alle, dass wir uns auf diesem nicht ausruhen dürfen. So viel einfacher wird es deshalb am Freitag sicher nicht.“ Sein Coach sieht das ganz ähnlich.

„Da kommt eine Mannschaft auf uns zu, die das Spiel in Gänze versteht“, warnt Eichner vor dem Bundesliga-Absteiger: „Wir werden an unser Top-Niveau herankommen müssen, um Nürnberg zu schlagen.“

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Mit Gueye oder wie gegen Sandhausen?

Offen ließ Eichner bis zuletzt noch, wie mutig – was die taktische Ausrichtung angeht – er seine zweite Heim-Aufgabe als Cheftrainer angehen wird. Bringt er „Büffel Baba“, wie er Neuzugang Babacar Gueye nennt, als zweite Spitze neben Philipp Hofmann und wechselt auf ein 4-4-2, aus dem dann womöglich Defensivspieler Alexander Groiß weichen müsste? Oder vertraut er unter dem Motto „Never change a winning team“ dem gleichen Personal, das zuletzt in Sandhausen in einem 4-2-3-1-System zum Erfolg kam?

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