KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer hängt am Telefon.
KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer hängt am Telefon. | Foto: GES/Helge Prang

Fußball

KSC-Sportchef Kreuzer heizt im Trainingslager den Zweikampf im Tor an

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Den Pokal hatten die Nachzügler nicht nach Andalusien mitgebracht. Dafür den Spaß, von dem Lukas Grozurek und Burak Camoglu dem Clubchef Ingo Wellenreuther auf dem Weg ins Sportzentrum von Estepona kurz berichteten.

Der Turniersieg beim Schauinslandreisen-Cup am Sonntagabend in Gummersbach hatte dem Karlsruher SC vor allem geholfen, das Trainingslager in Estepona wirtschaftlich erschwinglicher zu gestalten. Denn Veranstalter des Hallenturniers im Bergischen Land war Onside und damit genau jener Agenturpartner, der den Fußball-Zweitligisten auch während seines nun etappenweise am Sonntag beziehungsweise Montag aufgeschlagenen Camps bis kommenden Sonntag an der Costa del Sol betreuen wird.

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Kranke und Angeschlagene zwingen Schwartz zur Rücksichtnahme

Zur zweiten Einheit am Montag mischten sich Grozurek und Camoglu nur kurz und ohne Ballarbeit unter die Kollegen. Wegen Wehwehchen suchten sie den Kraftraum und später das Hotelbecken auf. Überhaupt dürfte das nunmehr auch vollzählig in Spanien versammelte Trainerteam um Alois Schwartz in den kommenden Tagen darauf zu achten haben, bei der Belastungsverteilung Rücksicht zu üben. Schon den Test am Dienstag in La Linea, zwischenzeitlich um eine Stunde auf 16 Uhr vorverlegt, wird das betreffen.

Gegner ist der Schweizer Zweitligist FC Lausanne-Sport. Einige KSC-Profis werden nur eingeschränkt oder gar nicht einzusetzen sein. Daniel Gordon, Marco Djuricin und Damian Rossbach husteten auch zu Wochenbeginn noch, weshalb sie am Montagnachmittag abseits ihrer Kollegen mit dem vom Hallen-Cup aus Deutschland nachgereisten Christian Eichner und Athletikcoach Florian Böckler arbeiteten.

Marvin Wanitzek, ebenfalls erkältet, fehlte ganz. Ebenso verpassten Justin Möbius wegen eines schmerzhaften Souvenirs vom Hallenturnier und Dominik Kother die Nachmittageinheit.

Kreuzer heizt den Zweikampf im Tor an

Zu denen, die sich auf dem kleinen Feld im Sportzentrum im Spielchen Vier gegen Vier am Nachmittag gefordert sahen, zählten nunmehr vier Torhüter. Sven Müller und Mario Schragl waren mit dem Rest der Hallenspieler gelandet, Benjamin Uphoff und Marius Gersbeck hatten sich schon akklimatisiert. „Der Zweikampf um den Platz im Tor ist vielleicht so offen wie nie“, sagte Oliver Kreuzer am Montagnachmittag zwischen den beiden Einheiten im Gran Hotel Estepona. Uphoff müsse liefern, wenn er die Nummer eins bleiben wolle.

Dass die Leihe von Malik Batmaz zum VfB Stuttgart wie berichtet über die Bühne war, hieß indes nicht, dass es für Kreuzer in Spanien weniger zu telefonieren gab. Im Gegenteil. Es ist weiter damit zu rechnen, dass der eine oder andere Spieler in den nächsten Tagen den KSC verlässt. Mit einem Zugang bleibt zu rechnen. Ansonsten gehöre es in den Tagen der Winter-Vorbereitung zu den wichtigsten Faktoren , dass „Ruhe in der Kabine herrscht“, legte Kreuzer fest.

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Wellenreuther gibt sich zuversichtlich

Präsident Wellenreuther, der sich am Platz in Estepona neben dem zwischenzeitlich eingetroffenen Vize Günter Pilarsky ein Bild von der Trainingsarbeit machte, ist bester Dinge, dass der Start in die Restrunde am 29. Januar in Dresden für den KSC ein Erfolg wird. „Das Stadion dort, die Atmosphäre. Da braucht es keine Extra-Motivation. Wenn wir mutig auftreten, werden wir dort etwas holen“, erwartete er.