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Nächste Hitzeschlachten warten

Eichners klare Linie: Warum Pourié nur im KSC-Training mitschwitzen darf

Mit einiger Mühe hat der KSC die Hitzeschlacht gegen Frankfurt für sich entschieden. Marvin Pourié durfte nicht mitwirken. Trainer Christian Eichner hat den Stürmer nur noch fürs Training eingeplant.

Nur im Training einer wie jeder andere: KSC-Profi Marvin Pourié. Foto: Helge Prang GES/Helge Prang

Der Sommer hält die Region in den kommenden Tagen im Schwitzkasten und mit ihr auch die Profis des Karlsruher SC, die sich seit wenigen Tagen auf die neue Zweitliga-Saison vorbereiten. Dass die Hitzewelle anhält, lässt Christian Eichner allerdings ziemlich kalt. „Jetzt fahren wir den einen oder anderen Gang hoch”, kündigt der KSC-Cheftrainer an und erinnert sich dabei auch zurück an seine Anfänge als Profi. Übungsleiter, die das Trainingspensum am Thermometer ausrichten? „Das gab es zu der Zeit nicht, da hat man einfach zweimal am Tag trainiert.”

Selbiges hat Eichner in dieser Woche nun vor, nachdem in den ersten Tagen zu einer Platzeinheit noch Medizin- und Fitnesstests hinzugekommen waren. In Woche zwei nach dem Wiedereinstieg gelte es, die Mannschaft körperlich sukzessive auf ein anderes Niveau zu heben.

Eichner sieht Personalie Pourié nicht als atmosphärische Belastung

Mitschwitzen wird dann auch aller Voraussicht nach wieder Marvin Pourié. Der beste Torjäger aus der Aufstiegssaison 2018/19 hatte am Samstagnachmittag wie auch Babacar Guèye (Trainingsrückstand) nicht zu den 22 Akteuren gezählt, die beim 3:1(0:1)-Erfolg gegen den Regionalligisten FSV Frankfurt auf dem Rasen des Jugendstadions stehen durften. Und auch in den weiteren Testspielen der Vorbereitung – am Mittwoch (14 Uhr) kommt etwa der 1. FC Saarbrücken, am Samstag (14.30 Uhr) geht es zum SC Freiburg – wird Pourié im Aufgebot fehlen.

„Die Linie ist, dass ich ihm in den Testspielen aufgrund der Fülle der Spieler auf der Position und der Tatsache, dass ich mit den anderen Spielern plane, keine Bühne geben werde”, stellte Eichner klar und verwies auf „ein offenes und ehrliches Gespräch”, das er mit Pourié geführt habe.

Mit Wucht und Köpfchen: Lukas Fröde erzielte im Test gegen den FSV Frankfurt den 3:1-Endstand. Foto: GES-Sportfoto GES/Helge Prang

„Dass Marvin das logischerweise aufgrund seines Habitus anders sieht, erwarte ich eigentlich auch von ihm”, ergänzte der Coach. Eine atmosphärische Belastung durch die Personalie fürchtet Eichner nicht: „Zur Belastung wird es nur, wenn ich mich ständig damit beschäftigen muss: Spielt er am Wochenende oder spielt er nicht, spielt er am Mittwoch oder spielt er nicht?”

Eichner sieht weiter Bedarf auf den Außenbahnen

Am liebsten wäre es wohl den KSC-Verantwortlichen, auch wenn Eichner dies nicht explizit sagte, wenn Pourié bald woanders spielen würde. Dies würde angesichts des engen Budget-Gürtels bei der Suche nach Verstärkungen neue finanzielle Möglichkeiten eröffnen. Eichner wies nach dem ersten Test nochmals auf den Bedarf auf den beiden Außenbahnen hin.

Auf der rechten Seite hatte sich am Samstag der von Werder Bremen ausgeliehene Benjamin Goller 45 Minuten lang präsentieren dürfen und einige vielversprechende Ansätze gezeigt. Auch die beiden anderen Neuen, Torhüter Markus Kuster und Innenverteidiger Robin Bormuth, hatten in der ersten Halbzeit ihr Debüt gefeiert, dabei aber den 0:1-Pausenrückstand nach einem Treffer von Andu Yobel Kelati (7.) nicht verhindern können.

Ebenfalls mitwirken durfte im Jugendstadion vor gut 300 Zuschauern zunächst der Südkoreaner Kyoung-Rok Choi, der nach einem Kreuzbandriss monatelang ausgefallen war.

Das geht den anderen Mannschaften genauso wie uns.
KSC-Neuzugang Robin Bormuth

Nach dem Seitenwechsel schickte Eichner wie angekündigt eine komplett veränderte KSC-Elf auf den Platz, die deutlich schwungvoller agierte und am Ende noch den standesgemäßen KSC-Erfolg sicherstellte. Marvin Wanitzek per Freistoß-Schlenzer (57.), Philipp Hofmann per Flachschuss (61.) und Lukas Fröde per Flugkopfball (81.) traten dabei als Torschützen in Erscheinung.

Auf die Frage, wie sie denn gewesen sei, seine Premiere im KSC-Trikot, antwortete Bormuth wahrheitsgemäß: „Heiß. Sehr, sehr heiß.” Aber es habe dennoch Spaß gemacht, versicherte der 24-Jährige. Beim Thema hohe Temperaturen tröstete sich Bormuth dann noch mit einer anderen Erkenntnis: „Das ist ja wohl der Deutschland-Trend, dass es relativ warm wird. Das geht den anderen Mannschaften genauso wie uns.”

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