Christian Eichner
Christian Eichner muss nach der Pleite im Pokalspiel beim 1. FC Saarbrücken seiner Mannschaft helfen, das Selbstvertrauen zurückzufinden. | Foto: Oliver Dietze/dpa/Archiv

2. Bundesliga

KSC-Trainer Eichner will in Hamburg für eine Überraschung sorgen

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Über Langeweile kann sich Christian Eichner derzeit nicht beklagen. Neben seiner Ausbildung zum Fußballtrainer beim DFB muss der 37-Jährige seit Montag auch den Karlsruher SC vor dem Abstieg in die 3. Liga bewahren. Der schweren Aufgabe beim Hamburger SV ist sich der Nachfolger von Alois Schwartz bewusst.

„Der HSV ist eine der zwei besten Mannschaften der Liga“, erklärte Eichner am Freitag bei der Pressekonferenz. Dennoch haben die Hamburger schon Punkte liegen gelassen, gerade auch gegen kleine Mannschaften, wie der frühere KSC-Profi anmerkt. Die Erwartungshaltung sei klar. „Als Underdog kann man für eine Überraschung sorgen“, so der Karlsruher Übungsleiter.

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Breite Unterstützung der Fans

Am Samstag steht ein „großes Spiel vor großer Kulisse“ an, sagt Christoph Kobald. Besonders freut den Verteidiger, dass 2634 Karlsruher Fans mit nach Hamburg reisen. Dass Kobald auflaufen wird, ist bereits sicher. Denn mit Daniel Gordon fällt einer der beiden Innenverteidiger gelbgesperrt aus. Eichner habe ihm das Vertrauen für das Spiel gegeben. „Ich werde alles geben. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt.“

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Einige Spieler fallen aus

Die 120 Minuten und das Elfmeterschießen am Mittwoch bei der Pleite im Pokal in Saarbrücken haben mental und körperlich einiges abverlangt, räumte Eichner ein. Die letzten Tage stand bei den Spielern daher Regeneration an.

Trotzdem müssen die Karlsruher auf einige Spieler verletzungsbedingt verzichten: Martin Röser, Justin Möbius und Janis Hanek fallen aus. Damian Rossbach und der bereits erwähnte Gordon sind gesperrt.

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Änis Ben-Hatira erstmals im KSC-Kader

Eichner ist dennoch davon überzeugt, im Hamburger Volksparkstadion „elf sehr gute Spieler“ auf den Platz zu stellen. Für Rossbach wird Dirk Carlson als Linksverteidiger auflaufen. Auch der Neuzugang im Mittelfeld Änis Ben-Hatira ist erstmals im Kader. Ebenfalls ist Marco Thiede wieder einsatzbereit.

Eichner baut auf seine drei Frauen

Eichners neuer Job hat auch zu Hause vieles verändert. Durch seine drei Frauen – wie er seine Frau Monja, seine Tochter und seine Hündin nennt – habe er viel über Struktur gelernt. „Meine Frau ist eine Riesenhilfe“, baut Eichner auf private Unterstützung.