Nach dem Training fuehrt Trainer Christian Eichner (KSC) Gespraeche mit: Marvin Wanitzek (KSC), David Pisot (KSC), Marco Thiede (KSC), Daniel Gordon (KSC), (von links).
Nach dem Training fuehrt Trainer Christian Eichner (KSC) Gespraeche mit: Marvin Wanitzek (KSC), David Pisot (KSC), Marco Thiede (KSC), Daniel Gordon (KSC), (von links). | Foto: GES

Letzter Tick im Abstiegskampf

KSC-Trainerteam schwört Mannschaftsrat auf Spiel gegen Aue ein

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Die Trainer des Karlsruher SC hatten mit dem Mannschaftsrat manches zu besprechen: So standen Daniel Gordon, David Pisot, Marco Thiede und Marvin Wanitzek nach der Einheit am Donnerstag eine Weile im Jugendstadion mit Christian Eichner und Zlatan Bajramovic zusammen.

Darauf angesprochen, sagte Eichner: „Es ging um grundsätzliche Dinge, um Aspekte des letzten Ticks, den wir vielleicht noch brauchen, um solche Spiele zu gewinnen.“ Um sich in diesem Sinne zu bewähren, hat das Team des Tabellen-16. KSC noch fünf Chancen, bevor in der Liga abgerechnet wird: Aue, VfB Stuttgart, Jahn Regensburg, Arminia Bielefeld und Greuther Fürth heißen die Gegner.

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Bis zum Anpfiff am Sonntag (13.30 Uhr) beim Tabellenneunten FC Erzgebirge Aue wird „jeder Mann gebraucht“, wie KSC-Sportchef Oliver Kreuzer sagt. Verteidiger Damian Roßbach hatte am Donnerstag über Hüftprobleme geklagt. Wanitzek war umgeknickt und wurde behandelt. Eichner gab danach Entwarnung, auch bei Änis Ben-Hatira, dessen linker Fuß bandagiert wurde, seien keine Probleme absehbar.

Auch ohne Hofmann „nicht chancenlos“

Weitere Wehwehchen kann der KSC nicht gebrauchen. Torjäger Philipp Hofmann wird wegen seiner Gelb-Sperre ebenso fehlen wie Mittelfeldspieler Manuel Stiefler. Ob Babacar Gueye schon eine Option für die Bank wäre, wollte Eichner nicht sagen, bevor er den Stürmer nach dessen Sprunggelenkverletzung nicht wenigstens einmal im Teamtraining gesehen hat.

 

„Wir sind dort auch ohne Hofmann nicht chancenlos“, schätzt Kreuzer. Das setze voraus, dass „wir mit der nötigen Einstellung zu Werke gehen, wovon ich ausgehe, und wir sie unter Druck setzen, bearbeiten und zu Fehlern zwingen.“ Über Aue sagt Kreuzer: „Wenn sie Lust hat, Fußball zu spielen, erwartet uns eine gute Mannschaft. Sie haben viele Gute-Laune-Spieler drin, allen voran Dimitrij Nazarov.“

Systemwechsel oder doch besser nicht?

Dass Eichner auf Hofmanns Ausfall mit einem Systemwechsel hin zum 4-2-3-1 mit Marco Djuricin als einzige Spitze und Anton Fink als Zehner dahinter reagiert, ist möglich. Das wiederum könnte aber die defensive Kompaktheit, die in vorderster Linie zu wirken begann, gefährden. So könnte es beim 4-3-3 unter anderen Vorzeichen bleiben.

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In Aue herrscht leichte Unruhe

Der FC Erzgebirge Aue war mit einem 3:1 gegen den SV Sandhausen zwar ordentlich aus der Corona-Pause gestartet, nahm aus den Treffen mit dem 1. FC Nürnberg (1:1), SV Darmstadt 98 (1:3) und 1. FC Heidenheim (0:3) aber nur einen weiteren Zähler mit. Dirk Schusters Mannschaft ist deshalb fünf Spieltage vor Saisonende bei 38 Punkten noch nicht sorgenfrei.

Clubchef Helge Leonhardt hatte schon vor dem Heidenheim-Spiel die Verbalkeule ausgepackt. „Unvorhersehbare Ereignisse erfordern eine besondere Einstellung und die erwarte ich von all meinen Angestellten im Verein. Wer die Solidarität verletzt, wird nicht mehr zu uns gehören“, schrieb er bei Twitter.