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Tag 6 in Österreich

KSC-Trainingslager: Opa Kreuzer sieht Land in der Causa Pourié

Marvin Wanitzek, Jerome Gondorf, Lukas Fröde und Marco Thiede bilden beim Karlsruher SC den neuen Mannschaftsrat. Die Personalie Marvin Pourié steht derweil vor der Klärung - und einer aus dem KSC-Lager ist besonders motiviert, aus Österreich wegzukommen.

Vor dem Doppel-Test: Trainer Christian Eichner schwört die KSC-Profis in Bad Leonfelden auf ihre Aufgaben ein. Foto: Helge Prang/GES

Oliver Kreuzer (54) hat seit wenigen Tagen ein neues Lebensgefühl: Opa ist er geworden. So wird es der Sportgeschäftsführer des Karlsruher SC im Anschluss an das Trainingslager der Profimannschaft eilig haben, um aus Österreich weg Richtung Dresden zur Familie seines Sohnes Niklas zu kommen - endlich zur Enkelin Emily.

Gespräche mit Roten Teufeln

Sicher nicht nur aus Freude über das ihm noch unbekannte neue Leben sah man Kreuzer am Dienstag an- und ausdauernd telefonieren. Auf dem Aufwärmplatz der Vortuna Arena. Später wieder im Hotel. Offenbar ist in die Personalie Marvin Pourié zwischenzeitlich Bewegung gekommen. Nach Informationen der Badischen Neuesten Nachrichten arbeitet Kreuzer mit dem Drittligisten 1. FC Kaiserslautern in fortgeschrittenem Stadium an einem Leihgeschäft.

Der KSC plant für die neue Saison bekanntlich nicht mehr mit dem bis 2022 vertraglich gebundenen Stürmer. Dessen Jahressalär beim KSC beträgt fast eine halbe Million Euro. Ohne die Roten Teufel als Verhandlungspartner zu bestätigen, erklärte Pouriés Berater Dieter Rudolf am Dienstag auf Nachfrage dieser Zeitung, dass eine Einigung bevorstehen könnte.

Wanitzek, Gondorf, Fröde oder Thiede?

Eine andere Sache hätte sich schon am Dienstagabend im Anschluss an die beiden Einheiten in Bad Leonfelden klären sollen, wo sich die 26 Spieler sowie ihr Trainer- und Betreuerteam noch bis Donnerstag aufhalten werden: Doch das Trainerteam verschob die Absicht, den neuen Kapitän und dessen Vertreter zu benennen, auf den Mittwoch. Von der Mannschaft gewählt wurde vor dem Abendessen im Team-Quartier zunächst nur der neue Mannschaftsrat, dem David Pisot nicht mehr angehört.

Der Innenverteidiger hatte in den vergangenen Jahren die Binde getragen und sieht sich nach der Ankunft des Ex-Düsseldorfers Robin Bormuth neuer Konkurrenz gegenüber. Sein Stammplatz ist alles andere als sicher. Der neue Rat setzt sich aus Marvin Wanitzek, Jérome Gondorf, Lukas Fröde und Marco Thiede zusammen. Aus diesem Quartett wird das Trainerteam erklärtermaßen an diesem Mittwoch den neuen Kapitän und den Vize-Kapitän bestimmen.

„Jeder weiß: Ob mit oder ohne Binde werde ich mich voll in den Dienst der Mannschaft stellen”, sagte Mittelfeldspieler Wanitzek nach dem Vormittagtraining in Bad Leonfelden. „Ich habe schon in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass ich Verantwortung übernehme. Das ist aber nicht abhängig von einem Amt”, meinte Fröde. „Ich habe ja auch schon ein paar Spiele auf dem Buckel, deshalb sollte ich langsam wissen, wo der Hase langläuft. Ich bringe mich gerne ein. Alles andere wird sich bald klären”, ergänzte er.

Heise zum Doppel-Test in Bad Wimsbach wieder bereit

Wettkampftraining ist an diesem Mittwoch beim KSC angesagt. Etwas mehr als eine Autostunde von seinem Teamquartier an der tschechischen Grenze entfernt, in Bad Wimsbach, trägt der badische Zweitligist gegen den FSV Zwickau (13 Uhr) und den FC St. Pölten (15.15 Uhr) Testspiele aus. Auch der am Dienstagnachmittag wieder auf den Trainingsplatz zurückgekehrte Neuzugang Philip Heise soll nach Adduktorenproblemen wieder einsatzbereit sein. Eichner hat vor, fast jeden seiner Profis über die volle Spielzeit zu belasten.

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