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0:3 im ersten Testspiel

KSC unterliegt Magdeburg

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Der Karlsruher SC kehrte am Freitag ins kultige Stadion von La Linea de la Concepcion zurück. Dort hatte er sich im vergangenen Jahr während seines Trainingslagers in Spanien gegen den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo mit 3:2 behauptet. Diesmal aber unterlag der Tabellenzweite der Dritten Liga dem Zweitliga-Vorletzten 1. FC Magdeburg in Nachbarschaft des Affenfelsens von Gibraltar mit 0:3 (0:0). Die Tore für die Magdeburger erzielten Manfred Kwadwo (79.), Björn Rother (85.) und Steve Lewerenz (86.) in der Schlussphase, als die Hinterreihe der Karlsruher mehrmals desorientiert umherirrte.

Am Samstag folgt in Marbella dann schon der nächste Test. Darin bekommen es die Karlsruher mit Feyenoord Rotterdam zu tun – eine internationale Hausnummer also. Am Tag vor der Rückreise, am Dienstag nämlich, wird sich der KSC in Coin mit dem Schweizer Zweitligisten FC Winterthur messen.

Sararers Debüt im KSC-Dress

Vor der imposanten Kulisse des Affenfelsens in La Linea bot sich die erste Halbchance nach acht Minuten dem Magdeburger Christian Beck. Doch ansonsten erlebte der Drittligist in seiner von Daniel Gordon organisierten Abwehr lange keine brenzligeren Momente. Allerdings blieben nach dem Umschalten auch die offensiven KSC-Ansätze meist Stückwerk, zu oft eben auch zu unpräzise. Am gefährlichsten wurde der KSC nach ruhenden Bällen, doch blieb Magdeburgs Hinterreihe im Bilde.

Sercan Sararer stand in der von Alois Schwartz bewusst mit Stammkräften und Reservisten durchmischten Startelf und feierte bis zur Auswechslung in der Pause damit sein Debüt im KSC-Dress. Das Trikot von Jannis Hanek, manchen KSC-Anhänger irritierte das, war mit dem Namen „Hanke“ beflockt. Echte Akzente konnte der in seiner Fitness noch rückständige Ex-Fürther Sararer noch nicht setzen.

Uphoff im Glück

Nach 22 Minuten war der seinerseits erstmals aufgebotene Marin Sverko nach Freistoß von Marc Lorenz am zweiten Pfosten des FC-Tores gefährlich aufgetaucht – sein Schuss ging dann drüber. Nach nicht ganz einer halben Stunde vergab Felix Lohkemper bei einem Freilauf allein vor KSC-Torwart Benjamin Uphoff kläglich die Chance zur Führung für das Team des Trainers Michael Oenning. Und 90 Sekunden später knallte Lohkemper den Ball an die Lattenunterkante. Da war Uphoff allerdings im Glück. So wie kurz vor der Pause Beck nach Lohkempers Zuspiel zunächst am blockenden Gordon und letztlich mit seiner Abschlussgenauigkeit scheiterte.

Gegen Ende wird es bitter

Zum zweiten Abschnitt wechselte KSC-Coach Alois Schwartz durch. Nur Uphoff, Innenverteidiger Christoph Kobald und Wanitzek blieben auch nach der Pause auf dem Feld. Den leicht angeschlagenen Manuel Stiefler schonte Schwartz ebenso wie Alexander Groiss. In der 59. Minute flankte Tim Kircher von rechts in den Magdeburger Strafraum auf den eingewechselten Saliou Sané, der per Kopf an  Keeper Alexaner Brunst scheiterte. Direkt im Gegenzug wurde eine lange Bogenlampe, den Philip Türpitz von knapp hinter der Mittellinie über Uphoff lancierte zum Beinahe-Volltreffer. Der Ball sprang an die Unterkante der Latte.

Das optische Übergewicht des KSC bis zur 60. Minute schwand, nachdem auch Oenning einen Wechsel der Kräfte vollzog. Nach einer Stunde durfte Sven Müller anstelle Uphoffs in den KSC-Kasten, später durfte noch Dominik Stroh-Engel für Wanitzek ran. Martin Röser hatte im zweiten Abschnitt noch die eine oder andere Strafraumszene. Doch weder er noch seine Nebenleute schafften es, einen Treffer zu setzen.

Magdeburger Manfred Kwadwo netzt per Kopf ein

Den ersten in der Partie erzielte in der 79. Minute der Magdeburger Manfred Kwadwo per Kopf. Vorausgegangen war eine misslungene Abwehraktion Kirchers, der den Ball wegschlagen wollte und unfreiwillig Steve Lewerenz bedient. Der wurde zum Flankengeber für Kwadwo. Rother und Lewerenz legten danach gegen Ende für den 1. FC noch nach. Magdeburgs mitgereisten Anhänger sangen: „Auswärtssieg!“

Am Ende war es eine zu deutliche Niederlage für den KSC, der das Geschehen auf dem Rasen über weite Strecken hatte ausgeglichen gestalten können.

Karlsruher SC: Uphoff (62. Müller),Thiede (46. Kircher), Gordon (46. Pisot), Kobald, Sverko (46. Rosbach), Hanek (46. Möbius), Wanitzek (71. Stroh-Engel), Lorenz(46. Röser), Choi (46. Fink), Sararer (46. Camoglu), Pourié (46. Sane)

BNN-Sportchef René Dankert beobachtet den Karlsruher SC in dessen Trainingslager an der Costa del Sol. In schreibt über seine Beobachtungen auch in der Kolumne ¡Vamos!