Torjubel nach dem 1-1: Torschütze Manuel Stiefler (KSC) jubelt.
Manuel Stiefler soll am Montagabend in der Startelf auflaufen. | Foto: GES

Heimpartie Montag um 20.30 Uhr

KSC will gegen Erzgebirge Aue Unentschieden-Serie beenden

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Am Montagabend um 20.30 Uhr empfängt der Karlsruher SC im heimischen Wildpark die Mannschaft von Erzgebirge Aue aus Sachsen. Mit von der Partie sind einige Ex-KSCler. Manuel Stiefler soll bei der Montagspartie in der Startelf sein – sofern sein Kind, auf das seine Frau und er warten, sich nicht auf den Weg macht.

Dass der Spielplan dem Karlsruher SC am 13. Spieltag der Zweiten Fußball-Bundesliga eine Montagspartie beschert, damit kann Alois Schwartz ziemlich gut leben. Nach einer kräftezehrenden Woche mit den Ligaspielen gegen Hannover 96 (3:3) und zum Abschluss beim FC St. Pauli (2:2) sowie dem zwischenzeitlichen Pokalerfolg beim SV Darmstadt 98 (1:0) hatte der Cheftrainer des KSC die etwas längere Pause begrüßt.

Manuel Stiefler wartet immer noch auf den Nachwuchs

Einer dürfte vor dem Heimspiel am Abend (20.30 Uhr) gegen den FC Erzgebirge Aue besonders ausgeruht sein: Manuel Stiefler, der wegen der bevorstehenden Geburt seines ersten Kindes am vergangenen Wochenende gar nicht erst mit nach Hamburg gereist war. „Ich sollte dadurch eigentlich einen Tick spritziger, fitter sein“, sagt der 31-Jährige, der gemeinsam mit seiner Frau noch immer auf den Nachwuchs wartet.

Gegen Aue dürfte Stiefler anstelle von Christoph Kobald in die Startelf zurückkehren – sofern zu Hause weiterhin alles ruhig bleibt. Der emsige Mittelfeldakteur hatte sich vor seiner selbst gewählten Pause einen Stammplatz erkämpft und bereits drei Tore beigesteuert. Gegen die Gäste aus dem Erzgebirge, die mit einem Sieg bis auf einen Zähler an den drittplatzierten VfB Stuttgart heranrücken könnten, dürfte Stiefler aber auch als Stabilisator für die Karlsruher Defensive gefragt sein.

Moral und Mentalität des KSC überzeugen

Acht Gegentore hatte der als Tabellenelfte in die Partie gehende KSC in den vergangenen drei Ligaspielen kassiert, in diesen aber auch Nehmerqualitäten bewiesen und jeweils nach Rückständen noch gepunktet. Dies ist auch Aues Trainer Dirk Schuster nicht verborgen geblieben, der sich von „Moral und Mentalität“ des Gegners beeindruckt zeigt. Nicht nur deshalb gibt der frühere KSC-Verteidiger zu Protokoll, „dass wir schon mit einer gesunden Portion Respekt dorthin fahren“.

Das ist eine brutal eingespielte Mannschaft.

Ex-KSCler Dennis Kempe, der jetzt bei Aue spielt

Um die Qualitäten des Aufsteigers weiß auch ein anderer Ex-Karlsruher. „Das ist eine brutal eingespielte Mannschaft“, sagt Dennis Kempe, der vor eineinhalb Jahren beim Relegations-Duell mit dem KSC bereits das Trikot der „Veilchen“ getragen hatte. Weil sich die Sachsen damals im Kampf um das letzte Zweitliga-Ticket durchgesetzt hatten, vermutet Schuster, dass beim Gegner „ein paar Rachegelüste da sein könnten“. Dimitrij Nazarov ist das egal. „Ich brenne einfach nur auf die Partie. Montagabend, Fluchtlichtspiel, halb neun, wir freuen uns alle drauf. Es gibt nichts Schöneres“, sagt der 29 Jahre alte Offensivakteur, der auf Auer Seite das Trio der Wildpark-Rückkehrer komplettiert.

Droht dem KSC das siebte Unentschieden in Serie?

Für Nazarov zählt an früherer Wirkungsstätte nur ein Sieg, doch auch die Gastgeber dürften sich mit einem weiteren Remis – es wäre das siebte in Serie – nicht zufrieden geben. Gut möglich, dass Schwartz hierfür das Risiko erhöht und in einem 4-4-2 Marvin Pourié, der als Joker gegen Pauli den späten Ausgleich besorgt hatte, in die Anfangsformation beordert. „Wir wollen noch einmal alles raushauen vor der Länderspielpause“, kündigt Stiefler an, der dabei mithelfen möchte, den vierten Saisonsieg einzufahren – sofern er am Montagabend aus gegebenem Anlass nicht im Krankenhaus weilt.

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