Im Fanzelt neben dem KSC-Clubhaus stellen sich am Montagabend die Präsidentschaftskandidaten des KSC den Fragen der Fans.

Karlsruher SC

Live-Ticker von der Podiumsdiskussion beim KSC: Edgar Schmitt stellt sich gegen Ingo Wellenreuther

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Nächste Runde im Showdown um das Präsidentenamt beim Karlsruher SC: Bei der Podiumsdiskussion der Supporters Karlsruhe im Fanzelt hinter der Haupttribüne hatten die KSC-Fans rund drei Stunden Zeit, die Kandidaten unter die Lupe zu nehmen. Auch die Kandidaten für den Verwaltungsrat wurden befragt.

Amtsinhaber Ingo Wellenreuther und Herausforderer Martin Müller stellten sich den Fragen der Anhänger. Über Müllers Kandidatur hängt aktuell noch ein großes Fragezeichen. Am Samstag stellte sich heraus, dass es möglicherweise formelle Probleme geben könnte, die Müller eine Bewerbung für das Präsidentenamt erschweren. Müller ist unter anderem für die CG-Gruppe, einer der Top-Sponsoren des KSC, beschäftigt.

Auch am Montagabend hatte der Wahlausschuss keine Antwort dafür. Eine Entscheidung werde heute nicht getroffen, hieß es. Dafür steht ein neuer Veranstaltungsort für die Mitgliederversammlung (MGV) am Samstag fest. Nicht in der Neuen Messe , sondern in der Schwarzwaldhalle dürfen die Mitglieder zur Urne schreiten. Die MGV gibt es auch wieder im Live-Ticker auf bnn.de zum Mitlesen.

„Euro-Eddie“ brüskiert

Nicht nur Müllers Kandidatur war Thema bei der Fragerunde. Auch die Zusammenarbeit des Verwaltungsrates mit dem Präsidium, die Landgerichtsverfahren gegen die Stadt und die Streitigkeiten mit dem Vermarkter Lagardère waren Themen, die den KSC-Fans unter den Nägeln brannten. Auch über die CG-Gruppe, ein KSC-Topsponsor, und die Vorwürfe über mögliche „Übernahmen“ oder „Unterwanderungen“ wurden diskutiert.

Die Emotionen kochten zeitweise hoch und vor allem KSC-Legende Edgar „Euro-Eddie“ Schmitt, der Müller als Vize-Präsident unterstützen möchte,  konnte nicht mehr an sich halten, als Verwaltungsratsmitglied Dieter Hegele ihn auf seinen Vertrag bei der CG-Gruppe ansprach und fragte, ob dieser die Entscheidung zu kandidieren beeinflusst habe. Schmitt kündigte ihm die Freundschaft und erklärte, dass er unter Ingo Wellenreuther nicht Vize-Präsident werden wolle.