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Wildparkstadion Karlsruhe

So lief das Wiedersehen für Ex-KSC-Trainer Mirko Slomka

Die Rückkehr Mirko Slomkas ins Karlsruher Wildparkstadion war für den Hannoveraner Coach aus sportlicher Sicht nicht all zu erfreulich. Zumindest das Wiedersehen mit seinem Ex-Kollegen fiel herzlicher aus. Nach dem 2:0-Pokalsieg hat KSC-Verteidiger Daniel Gordon einen Wunsch für den nächsten Gegner geäußert.

Mirko Slomka trainiert wieder die Mannschaft von Hannover 96. Foto: Uwe Anspach

Über das Wiedersehen mit seinem einstigen Weggefährten Oliver Kreuzer freute sich Mirko Slomka sichtlich. Auch das Shakehands mit KSC-Präsident Ingo Wellenreuther fiel herzlich aus. Doch abgesehen von den Protagonisten seines damaligen Intermezzos beim Karlsruher SC vor rund zweieinhalb Jahren dürfte Slomka bei seiner Rückkehr in die Fächerstadt nicht mehr viel bekannt vorgekommen sein.

Nicht nur das Stadion hat sich seither verändert, auch die Gemütslage rund um den Wildpark ist eine gänzlich andere. Taumelte der KSC im Frühjahr 2017 unter Trainer Slomka unaufhaltsam Richtung Drittklassigkeit, herrscht dieser Tage blau-weiße Euphorie.
Das war auch Slomka nicht entgangen, der nach dem 0:2 mit Hannover 96 in Runde eins des DFB-Pokals ein Loblied auf die Mannschaft seines ehemaligen Arbeitgebers anstimmte. „All das, was sie gut können, haben sie richtig gut gemacht“, fand der 96-Trainer und schickte an die Adresse seines Karlsruher Kollegen Alois Schwartz: „Respekt und Glückwunsch.“ Dieser bedankte sich, wollte sich von Slomkas Worten aber nicht blenden lassen. „Es ist immer so, dass man gelobt wird, wenn man gewonnen hat“, meinte der KSC-Coach: „Wir wissen das einzuordnen. Wir sind demütig in die Liga reingestartet.“ Und das bekanntlich sehr erfolgreich. Nach zwei Auftaktsiegen geht der KSC als Spitzenreiter ins Auswärtsspiel am Sonntag (13.30 Uhr) bei Holstein Kiel.

KSC-Spieler Grozurek hat Selbstvertrauen

„Drei Spiele, drei Siege, das ist ein überragendes Gefühl“, berichtete Marvin Wanitzek, der gegen Hannover nach gut einer Stunde vom Elfmeterpunkt für die Entscheidung gesorgt hatte. Wenige Minuten zuvor hatte Lukas Grozurek, genau wie seine Teamkollegen im frisch eingetroffenen schwarzen Ausweichtrikot unterwegs, mit seinem Premierentor den KSC auf die Siegerstraße gebracht. „Wenn du die ersten drei Spiele so gewinnst, dann haut’s dich jetzt mit dem Selbstvertrauen nicht wirklich zurück“, gab der Österreicher mit einer gehörigen Portion Wiener Schmäh zu verstehen.

Pokal-Auslosung am Sonntag

Nach dem Kräftemessen mit den noch sieglosen Kielern wird der Blick von Wanitzek, Grozurek und Co am Sonntag (ab 18 Uhr/Das Erste) nach Dortmund gehen, wo im Fußballmuseum die zweite Pokalrunde ausgelost wird. Das Losglück des KSC, dessen Kugel dann nicht mehr im Amateurtopf zu finden sein wird, liegt dabei in den Händen von Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder. Als Gegner kommen nun alle verbliebenen Clubs infrage, sowohl ein Auswärts- als auch ein weiteres Heimspiel ist möglich. Nur ein Duell vor heimischer Kulisse mit einem Amateurvertreter verbietet das Reglement.

Wunschgegner im DFB-Pokal

Geht es nach Daniel Gordon, soll der Gegner bestenfalls nicht Bayern München heißen. Schließlich hofft der Routinier auf „eine gute Möglichkeit“, auch Runde zwei zu überstehen. Diese wird am 29. und 30. Oktober ausgespielt – wenige Tage nach dem nächsten Gastspiel der Hannoveraner im Wildpark. In der Liga dürfte 96 dann der Sinn nach Revanche stehen – so wie dem KSC dieser Tage mit Blick auf die 0:6-Pokalklatsche gegen die Niedersachsen im Vorjahr. Am Montagabend lag diese gefühlt noch viel länger zurück – fast so lange wie Slomkas Engagement in Karlsruhe.
KSC
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