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Karlsruher SC

Transfergerüchte um KSC-Torjäger Hofmann: Erste Liga, England oder weiter in Karlsruhe?

Wechselt KSC-Torjäger Philipp Hofmann in die erste Bundesliga oder gar nach England? Oder bleibt er? Der Stürmer macht keinen Hehl daraus, dass er sich alle Optionen anhören wird.

Spannende Personalie: Philipp Hofmann ist mit dem KSC in die Vorbereitung gestartet. Er weiß: Im Fußball kann man nie nie sagen. Foto: Markus Gilliar/GES

Noch eine halbe Stunde bleibt Philipp Hofmann, dann wird er mit der Mannschaft in den Hardtwald aufbrechen. Er bläst die Backen auf. Schon während des Vormittagstrainings hatte dem früheren Schalker die Hitze auf dem Trainingsplatz trotz regelmäßiger Trinkpausen zugesetzt. Jetzt, vor Beginn des Interviews im kühlen Medienraum, grinst der 27-Jährige verschmitzt.

Der Mittelstürmer des Karlsruher SC ahnt schon, welche Fragen ihn erwarten. Wie also stellt er sich seine Zukunft vor, der Mann, der den KSC mit seinen 17 Saisontoren in der Liga hielt? Und der dadurch die erwarteten Begehrlichkeiten weckte. „Es war klar, dass Vereine kommen werden“, sagt Hofmann dazu und fügt an, was Profis in seiner Situation stets zu sagen bleibt: „Ich bin noch Spieler des KSC, und so lange gebe ich hier auch Gas. Was außerhalb passiert, kann ich nicht beeinflussen“. Man merke, dass es auf dem Transfermarkt langsam vorangehe. „Natürlich sind auch Vereine dabei, die für mich interessant sind. Erst einmal muss aber ich mich entscheiden. Ich will natürlich die Option haben, die für mich am besten passt. Am Ende müssten sich auch die Vereine einigen.“

Marktwert zischen drei und fünf Millionen Euro

Im Klartext: Hofmann bleibt ein heißer Name auf dem Markt. Sein im Sommer 2019 mit dem KSC geschlossener Vertrag sieht eine Laufzeit bis 30. Juni 2021 vor. Allerdings beinhaltet dieser eine Klausel, die es fügt, dass sich sein Vertrag in der neuen Saison mit dem sechsten Liga-Einsatz Hofmanns automatisch um ein weiteres Jahr verlängert. Von daher hätten die Karlsruher noch nicht einmal den Druck, ihren Torjäger schon in diesem Sommer ziehen zu lassen, um noch eine siebenstellige Ablöse für ihn zu sehen. Den Marktwert des Angreifers taxieren Experten in einer Spanne zwischen drei und fünf Millionen Euro. Konkrete Angebote, die Sportgeschäftsführer Oliver Kreuzer auf dem Tisch hatte, trafen die Vorstellungen des Zweitligisten nicht.

Kein Geheimnis ist es, dass den Badenern Corona-bedingt bis zu vier Millionen Euro fehlen. Die geringen Zuschauereinnahmen bis Jahresende und die um eine Million Euro niedriger ausgefallene Ausschüttung aus dem TV-Topf rissen dieses Loch. Kreuzer sagt, es könne immer etwas passieren, „aber das Heft des Handelns haben nur wir in der Hand. Wir planen mit Philipp Hofmann, und ich sehe derzeit keinen Grund, irgendetwas anderes zu denken“. Beim 3:1 im ersten Testspiel gegen den FSV Frankfurt hatte Hofmann einen Treffer erzielt und dabei schon wieder einen starken Eindruck hinterlassen.

Von Union Berlin bis Blackburn Rovers

Welche Clubs waren in der Gerüchteküche nicht schon als am Ex-Braunschweiger Hofmann interessiert genannt worden? Der FSV Mainz 05 sehr konkret, der SC Freiburg beschäftige sich mit dem Stürmer genauso wie Union Berlin, der Hamburger SV und die Blackburn Rovers in England. Das alles ändert nichts an der Ausgangslage, dass die Personalie im ungünstigsten Fall bis 5. Oktober schwelen wird. So lange sind in diesem Jahr Wechsel möglich.

Gleichzeitig muss der KSC eine zweite Stürmer-Personalie lösen. Diese dürfte eine der kostspieligsten sein. Mit Marvin Pourié, Vertrag bis 2022 und Jahresgehalt von an die 500.000 Euro, plant Eichner nicht mehr. Neben Hofmann weiß er Babacar Gueye, Malik Batmaz und Marco Djuricin für die zentrale Stürmerposition an Bord. Als zuverlässige Knipser wie Pourié in der Dritten und Hofmann in der Zweiten Liga ist aus diesem Kreis noch kein Stürmer in Erscheinung getreten. Kreuzer sieht deshalb aber keinen Anlass zur Panik. Man werde sich intern eine Deadline setzen, nach der keine Fragezeichen mehr offen bleiben sollen.

Verständnis für die Hoffnungen der KSC-Fans

„Ich kann jeden KSC-Fan verstehen, der will, dass ich hierbleibe. Ich fühle mich auch sauwohl. Aber natürlich will ich auch mehr. Deshalb muss man abwarten, was passiert“, sagt Hofmann. Er haue sich bei Christian Eichner im Training „voll rein“ und freue sich für den Coach, „dass er jetzt auch mal eine längere Vorbereitung hat. Was wir am Ende der Saison gespielt haben, fand ich recht ordentlich“.

Er wisse auch noch nicht, was der Verein vorhabe. „Ich habe auch gehört, dass sie mit mir verlängern wollen. Aber seit vier Wochen habe ich dazu nichts mehr gehört“, erklärt Hofmann. Dazu sagt Kreuzer am Montag dieser Zeitung: „Zuletzt hatten wir von Hofmanns Berater die Auskunft, dass eine Verlängerung aktuell nicht infrage komme. Aber wir bleiben auch da dran.“

Pourié läuft am Nachmittag wieder mit den Kollegen

Hofmann wird sich bald nach dem Interview zum Waldlauf mit den Mannschaftskameraden aufmachen. Pourié ist beim Start auch wieder dabei. Am Vormittag hatte er wegen kardiologischer Nachuntersuchungen an der Morgeneinheit nicht teilgenommen. Am Mittwoch (14 Uhr) im zweiten Testspiel gegen den 1. FC Saarbrücken wird er, wie bei allen anderen Vorbereitungspartien, nicht aufgeboten werden.



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