Hochspringer Mateusz Przybylko bei seinem erfolgreichen Versuch über 2,22 Meter beim Indoor Meeting Karlsruhe.
Hochspringer Mateusz Przybylko bei seinem erfolgreichen Versuch über 2,22 Meter beim Indoor Meeting Karlsruhe. | Foto: GES/Helge Prang

Indoor Meeting Karlsruhe

Leichte Entwarnung bei Hochspringer Przybylko nach Verletzung in Karlsruhe

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Für Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko ist die Hallensaison doch noch nicht beendet. Am Tag nach dem 35. Indoor Meeting in Karlsruhe, bei dem sich der Leverkusener am Sprunggelenk verletzt hatte, gab sein Verein TSV Bayer Leverkusen leichte Entwarnung.  Przybylko werde entgegen dessen Befürchtung, wonach er in diesem Winter womöglich keinen Wettkampf mehr werde machen können, nur auf den Start am kommenden Mittwoch in Torun verzichten. In der polnischen Stadt findet das dritte von sechs Meetings der World Indoor Tour statt nach den ersten beiden Stationen Boston und Karlsruhe. In der Messehalle 3 hatte Przybylko am Samstag mit gemeisterten 2,22 Metern bei seinem Saisoneinstieg den sechsten Platz belegt. Der 26-Jährige werde laut Leverkusener Mitteilung bei den deutschen Meisterschaften in Leipzig am 16./17. Februar sowie beim World-Indoor-Tour-Finale am 20. Februar antreten können.

Przybylko hatte in Karlsruhe mit großen Augen verfolgt, wie sich zwei asiatische Springer bis zur Höhe von 2,31 Metern ein packendes Duell lieferten. Während für den Chinesen Yu Wang damit das Ende der Fahnenstange erreicht war, schwang sich der Japaner Naoto Tobe noch erfolgreich über 2,33 Meter und 2,35 Meter und damit zum Landesrekord. Nebenbei verbesserte der 26-Jährige auch noch den Meeting-Bestmarke in Karlsruhe von Troy Kemp aus dem Jahr 1994 um vier Zentimeter. Erst bei 2,37 Metern war auch für Tobe Schluss, der mit seiner Weltjahresbestleistung für den buchstäblichen Höhepunkt der Leichtathletik-Leistungsmesse sorgte. Nun habe er sich die 2,40-Meter-Marke und vor allem die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2020 zuhause in Tokio als Ziele gesetzt, sagte der recht schüchterne Schlaks nach seiner großen Flugshow vor den begeisterten 5000 Zuschauern.

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