Sabine Lisicki (rechts) im Juni 2013 beim Heimspiel des TC Rüppurr gegen den TC Augsburg. | Foto: GES

Schur bestätigt Engagement

Lisicki schlägt wieder für den TC Rüppurr auf

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Eine überraschende Rückkehrerin hat der Bundesligist TC Rüppurr für die am 5. Mai beginnende Saison beim Deutschen Tennisbund gemeldet. Sabine Lisicki, Wimbledon-Finalistin von 2013, wird wieder für die Mannschaft von Teamchef Markus Schur aufschlagen. Schur bestätigte gegenüber den Badischen Neuesten Nachrichten, dass Lisicki auf der Liste des Vereins steht und zugesagt hat, Spiele für den TCR bestreiten.

In dieser Woche spuckte der Computer der WTA die 29-Jährige nur noch auf Position 299 der Weltrangliste aus. Die Berlinerin, deren zwischenzeitliche Liaison mit dem Comedian Oliver Pocher den öffentlichen Fokus auf ihre Person nicht nur günstig beeinflusste, gibt trotz des tiefen sportlichen Falls nicht auf und gab kürzlich an, mindestens in die Top 50 zurückzukehren. Zur Einordnung: Im Mai 2012 war sie Weltranglistenzwölfte.

 

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„Was war, ist abgehakt“

Zwischen 2013 und 2015 stand Lisicki schon als Top-Kraft auf der Meldeliste des Bundesligisten TC Rüppurr. Im ersten Jahr bestritt sie auf der Anlage im Karlsruher Märchenring gegen den TC Augsburg ein Einzel und ein Doppel, im zweiten war sie verletzt und nur einmal zu PR-Zwecken beim Club und im dritten waren ihr selbst solche die Anreise nach Karlsruhe nicht wert gewesen. Teamchef Markus Schur machte seinerzeit aus seinem Missmut über Lisickis Allüren keinen Hehl. „Das, was war, ist lange her und abgehakt“, sagt er nun. Im Jahr nach Lisicki übernahm die spätere Wimbledon-Siegerin Angelique Kerber zwischenzeitlich die Top-Position beim TCR

Auch  Krejcikova und Stollar gemeldet

Der TCR feiert in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen und dessen Verantwortliche würden diesen Anlass am liebsten im Juni mit dem Gewinn des dritten Meistertitels als ersten Höhepunkt begangen sehen. Verstärkt hat sich der Titelträger von 2006 und 2007 dafür nach Informationen dieser Zeitung unter anderem mit Barbora Krejcikova, der weltweit zweitbesten Doppelspielerin aus Tschechien, sowie mit der Ungarin Fanny Stollar.

Wild Card für Lisicki beim Karlsruher WTA-Turnier

Auf feste Termine haben sich Lisicki und Schur nicht verständigt. Schließlich hat sich das Tennisleben der Rechtshänderin schwer verändert. Um es überhaupt in die Hauptfelder von WTA-Turnieren zu schaffen, muss sie sich in den Qualifikations-Konkurrenzen behaupten. In Wochen, in denen ihr das nicht glückt, könnten Auftritte in der Bundesliga ihr kurzfristig die Möglichkeit zur Matchpraxis bescheren. Und für die Liqui Moly Open, die vom 28. Juli bis 4. August erstmals in Rüppurr ausgetragene WTA-Veranstaltung mit einer Dotierung von 125000 Dollar ist für Lisicki eine Wildcard der Veranstalter reserviert – so sie diese dann noch benötigen würde.