Sandro Wagner
Sandro Wagner wechselt von 1899 Hoffenheim zum FC Bayern. | Foto: Uwe Anspach

Zur Winterpause

Ablöse klar: Wagner-Wechsel zu Bayern wohl fast perfekt

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München (dpa) – Der Weg für Fußball-Nationalspieler Sandro Wagner zum FC Bayern ist anscheinend frei. Die Münchner seien sich mit 1899 Hoffenheim über eine Ablöse von bis zu 15 Millionen Euro einig, wie die «Bild»-Zeitung und der TV-Sender Sky berichteten.

Am Montag werde der 30 Jahre alte Torjäger den Medizincheck in München absolvieren, danach solle er einen Vertrag bis Mitte 2020 unterschreiben und in der Winterpause wechseln, hieß es bei Sport1. Der FC Bayern war zuletzt auf der Suche nach einem möglichen Vertreter für Topstürmer Robert Lewandowski. Der 1,94 Meter große Wagner hatte in der Jugend für die Bayern gespielt, seine Familie lebt in München.

Zuletzt hatte bereits Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann den nahenden Abschluss des Wechsels avisiert, auch wenn die Münchner noch von größeren Differenzen im Feilschen um die Ablöse sprachen. Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte sogar Ende November gesagt: «So wie sich das im Moment darstellt, wird sich das ziemlich zerschlagen.» Auch Coach Jupp Heynckes gab sich reserviert und meinte: «Ich halte normalerweise nichts von Winter-Transfers, weil Bayern München hat ein ganz großes Anspruchsniveau hinsichtlich seiner Spieler.» Dies dürfte sich nun als taktische Aussage im Ablösepoker erweisen.

Wagner hatte schon vor einiger Zeit um seine Freigabe gebeten. Sein Vertrag bei 1899 läuft zwar bis 2020, doch für die Hoffenheimer ist es auch die große Chance, für einen 30-Jährigen viel Geld zu bekommen. Einen Abschluss des Deals wollten die Hoffenheimer am Sonntag indes noch nicht bestätigen.

Der siebenmalige Nationalspieler Wagner war über die Stationen MSV Duisburg, Werder Bremen, 1. FC Kaiserslautern, Hertha BSC und Darmstadt 98 zuletzt in Hoffenheim gelandet. Für die Kraichgauer erzielte er in dieser Saison in elf Bundesliga-Partien vier Tore. Zuletzt fehlte Wagner allerdings verletzt. Von seinen Teamkollegen in Hoffenheim habe er sich bereits verabschiedet, berichtete die «Bild».

Vor dieser Saison waren in Sebastian Rudy und Niklas Süle bereits zwei weitere Leistungsträger von Hoffenheim zum FC Bayern gewechselt. Gemeinsam mit Wagner hatten beide im Sommer mit der Nationalmannschaft den Confederations Cup in Russland gewonnen.

Offen ist, ob sich die Hoffenheimer nach einem Abschied Wagners um Ersatz für den Torjäger bemühen. Im Angriff verfügt Coach Nagelsmann über zahlreiche Alternativen: neben den Assen Mark Uth, Andrej Kramaric und den vom FC Bayern ausgeliehenen Serge Gnabry stehen noch Adam Szalai und Robert Zulj im Kader.