Marcel Mehlem vom Fußball-Drittligisten Karlsruher SC steht nach Informationen der Badischen Neuesten Nachrichten unmittelbar vor einem Wechsel zum belgischen Zweitligaclub Royale Union Saint Gilloise.
Marcel Mehlem vom Fußball-Drittligisten Karlsruher SC steht nach Informationen der Badischen Neuesten Nachrichten unmittelbar vor einem Wechsel zum belgischen Zweitligaclub Royale Union Saint Gilloise. | Foto: GES

KSC steht vor Einigung

Mehlem nach Belgien

Marcel Mehlem vom Fußball-Drittligisten Karlsruher SC steht nach Informationen der Badischen Neuesten Nachrichten unmittelbar vor einem Wechsel zum belgischen Zweitligaclub Royale Union Saint Gilloise. Entgegen anderslautenden Medienberichten haben sich die Badener und die Belgier über die Ablösemodalitäten für den 23 Jahre alten Mittelfeldspieler weitestgehend geeinigt.

„Cello ist vor zehn Tagen auf mich zugekommen und hat den Wunsch geäußert, nach zwölf Jahren beim KSC eine neue Herausforderung anzugehen. Und die sieht er in Belgiens Zweiter Liga“, bestätigte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer am Montagnachmittag die weit gediehenen Verhandlungen. Diese standen zu jenem Zeitpunkt offenbar vor dem Abschluss.

Stillschweigen über Ablöse von Marcel Mehlem

Zur im Raum stehenden Ablöse hüllen sie sich beim KSC zwar in Stillschweigen, doch soll nach neuen Informationen der BNN knapp eine halbe Million Euro aus Belgien nach Karlsruhe überwiesen werden. Mehlem soll bei Royale Union einen Dreijahresvertrag unterschreiben. Tony Bloom, der Besitzer des Clubs aus der Nähe Brüssels, ist auch Chairman des englischen Premier-League-Clubs Brighton & Hove Albion. So könnte Mehlem darauf spekulierten, über Belgien den Sprung auf die Insel zu schaffen.

Welche Rolle Mehlem beim KSC nach einer von Alois Schwartz forcierten Systemumstellung überhaupt noch gespielt hätte, würde durch den erwarteten Wechsel zu einer müßigen Erörterung werden. Fakt ist: Durch den Verkauf des Mittelfeldspielers und Sympathieträgers könnte Chefcoach Schwartz auf anderen Positionen nachbessern, wo er einen Bedarf innerhalb seines Kaders erkannt hat: in der Innenverteidigung und im Angriff. Nur durch Transfereinnahmen aber, so war es clubintern besprochen, könnten weitere Zugänge überhaupt spruchreif werden.