ATP-Turnier - Rom
Zum achten Mal hat Rafael Nadal (l) das Masters-Turnier in Rom gewonnen. | Foto: Gregorio Borgia/AP

ATP Rom

Nadal wieder die Nummer 1 – Zverev-Siegesserie gestoppt

Rom (dpa) – Tennisprofi Rafael Nadal hat die imposante Siegesserie von Alexander Zverev gestoppt und zugleich eine glänzende Generalprobe für die in einer Woche beginnenden French Open hingelegt.

Der 31 Jahre alte Spanier setzte sich im Finale des Masters-Turniers von Rom mit 6:1, 1:6 und 6:3 gegen den zehn Jahre jüngeren Hamburger durch. Durch den achten Triumph in der italienischen Metropole löste der Mallorquiner nun wieder den Schweizer Roger Federer als Nummer 1 der Tennis-Welt ab. Zverev hatte zuvor 13 Matches hintereinander und zwei Turniere gewonnen. Auch das fünfte Duell der beiden Finalisten entschied Nadal zu seinen Gunsten.

Für den Sandplatz-Spezialisten war es der 78. Einzeltitel auf der ATP-Tour. Der Weltranglisten-Dritte Zverev verpasste dagegen die erhoffte Titelverteidigung und damit seinen dritten Turniersieg in diesem Jahr.

Zverev nahm dem zehn Jahre älteren Spanier gleich das erste Service ab – doch Nadal schlug sofort zurück, machte kaum Fehler und führte plötzlich 3:1 und dann 5:1. Zverev wirkte verunsichert – nach 33 Minuten war der einseitige erste Satz entschieden.

Im zweiten Durchgang lag Zverev schon mit 5:0 vorn, bevor Nadal den einzigen Punkt machte. Der Spanier lag auch im dritten Satz 1:3 hinten, rappelte sich nach einer Regenpause beim Stand von 2:3 aber auf und ging 4:3 in Führung.

«Er hat heute bewiesen, was für ein großartiger Champion er ist», lobte «Sascha» seinen Gegner und erwies sich als fairer Verlierer. «Ich war so nah dran – aber okay: Ich habe gegen Rafa verloren», sagte Zverev, der nach der Regenpause seinen Rhythmus verlor und sich 28 vermeidbare Fehler leistete.

Zuvor hatte Jelina Switolina ihren Titel verteidigt und dabei wie im Vorjahr die Weltranglisten-Erste Simona Halep bezwungen. Die 23 Jahre alte Ukrainerin setzte sich im Finale überzeugend mit 6:0, 6:4 gegen die Nummer 1 aus Rumänien durch. Nach 69 Minuten verwandelte Switolina ihren zweiten Matchball.