LeBron James
Konnte die Auftaktniederlage der Lakers nicht verhinden: LeBron James. | Foto: Craig Mitchelldyer/FR170751 AP

Basketball-Profiliga

Missglückter James-Start – Lakers verlieren zum NBA-Auftakt

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Portland (dpa) – Den verpatzten Start der Lebron-James-Show bei den Los Angeles Lakers kommentierte der Superstar mit leiser Stimme. Eindringlich warb der beste Basketballer seiner Generation nach der 119:128-Niederlage zum NBA-Saisonauftakt bei den Portland Trail Blazers um Geduld für den Neuanfang.

«Ich vergleiche es mit einem Fertiggericht, so schnell geht es nicht», sagte der 33-Jährige. «Es braucht einige Zeit, um die Chemie zu bekommen, so dass du einfach die Augen schließen kannst und genau weißt, wo die Jungs stehen.»

Mit 26 Punkten, zwölf Rebounds und sechs Assists dominierte James, der diesen Sommer von den Cleveland Cavaliers nach LA gewechselt war, direkt das Spiel der Lakers. Doch schon zum vierten Mal verlor er beim Debüt für ein neues NBA-Team. 2003 und 2014 jeweils für Cleveland und 2010 für die Miami Heat misslang ihm ebenfalls der Start. Für die Lakers war es die 16. Niederlage in Serie gegen die Blazers.

Der Saisonauftakt für Portland wurde überschattet vom kürzlichen Tod ihres Besitzers Paul Allen. Mit einer Kappe des Teams auf dem Sitz, auf dem der Microsoft-Mitgründer während der Spiele immer Platz genommen hatte, gedachten die Trail Blazers seiner. Allen war am Montag im Alter von 65 Jahren an den Folgen von Lymphdrüsenkrebs gestorben. «Wir wollten rauskommen, die Saison richtig starten und unseren Besitzer, Mr. Paul Allen, ehren», sagte Portlands Topstar Damian Lillard, der als bester Werfer des Spiels 28 Punkte erzielte. «Darum ging es uns heute Nacht und nicht den ganzen Lärm drumherum.»

Sportlich lag der Fokus dennoch auf James, der sich mit krachenden Dunks gleich bestens einführte und sein Team bis auf 25:15 nach vorne brachte. Doch schnell zeigte sich, warum die Lakers dieses Jahr trotz ihres Superstars nicht als Titelkandidat gehandelt werden. Gerade aus der Distanz fehlt es LA an treffsicheren Schützen, nur 23,3 Prozent der Dreipunktwürfe fanden ihr Ziel. Auch James versenkte keinen seiner vier Versuche.

So muss das Lakers-Team – eine Mischung aus nicht gerade pflegeleichten Veteranen und hoffnungsvollen Talenten – auch mit dem medialen Druck durch den dreimaligen NBA-Champion umgehen. «Wir sprechen darüber, dass es nicht zur Belastung wird», sagte Lakers-Coach Luke Walton zum James-Hype. «Wir werden uns nicht davon beeinflussen lassen. Wir versuchen es zu nutzen als etwas, damit die Bindung in unserer Gruppe noch weiter wächst.»

Der deutsche Nationalspieler Isaac Bonga kam wie erwartet noch nicht zu seinem ersten NBA-Einsatz, der Berliner Moritz Wagner fehlte noch nach einer Knieverletzung.