Wildparkstadion
Wie die Badischen Neusten Nachrichten am Wochenende exklusiv schon verbreitet hatten, wird das Pokalfinale am Sonntag, den 26. Mai, um 14 Uhr im Wildparkstadion angepfiffen. | Foto: Uli Deck/dpa/Archiv

Schwierige Terminfindung

Offiziell bestätigt: bfv-Pokalfinale findet im Wildparkstadion statt

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Bis Klarheit bestand, war nun viel Zeit vergangen. „So schwer war die Terminfindung noch nie“, sagte Felix Wiedemann, der beim Badischen Fußballverband (bfv) für des Rätsels Lösung zuständig war. So vieles war mit der Frage verbunden, wann und wo sich der Titelverteidiger Karlsruher SC und der SV Waldhof Mannheim überhaupt treffen könnten, um ihr Endspiel um den Verbandspokal zu bestreiten.

Am Montag bestätigte der bfv nun die Ansetzung, die nach Prüfung aller Möglichkeiten übrig blieb. Wie die Badischen Neusten Nachrichten am Wochenende exklusiv schon verbreitet hatten, wird das Spiel am Sonntag, den 26. Mai, um 14 Uhr im Wildparkstadion angepfiffen.

Sicherheitsfrage war maßgeblich

Ein Heimspiel für einen der Finalisten, dazu noch an einem anderen Tag als alle anderen Regionalentscheidungen – wäre das nicht anders gegangen? Die Sicherheitsfrage war bei allen Überlegungen maßgeblich. Denn sobald die alten badischen Rivalen aufeinandertreffen, ist wegen deren stark rivalisierender Anhängerschaften die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen. Ein vierstelliges Polizeiaufgebot ist zur Sicherung der Partie und des Umfelds aktiviert. Zuletzt war‘s im bfv-Pokal-Halbfinale im April 2018 der Fall, als der KSC in Karlsruhe mit 4:0 die Oberhand behalten hatte.

Steht der Aufstieg des KSC am Ende der regulären Drittliga-Runde spätestens am 18. Mai fest, so würde er das Pokalfinale gegen den Drittliga-Aufsteiger aus der Kurpfalz auch mit einer starken Garnitur bestreiten können. Sollte er, wie vor einem Jahr, seine Aufstiegschance über die Relegation verfolgen müssen, so würde – wie bei seinem Cup-Gewinn zuletzt gegen den 1. CfR Pforzheim – der Nachwuchs ran müssen. Die Stammkräfte von Alois Schwartz wären schließlich am Tag davor im Relegations-Hinspiel gegen den Zweitliga-Drittletzten gefordert.

Es blieb nur der Wildpark

Wiedemann hat so einige Stunden damit zugebracht, um mit Polizei, Stadt und Vereinen Machbares auszuloten. Nur vier Spielstätten im Verbandsgebiet bieten überhaupt die Infrastruktur, um eine strikte Blocktrennung der Fangruppen zu organisieren. Da in Sinsheim nach dem letzten Bundesliga-Heimspiel 1899 Hoffenheims ein neuer Rasen verlegt wird, ging dort nichts. Das Hardtwaldstadion war nicht zu blocken, weil der SV Sandhausen ja selbst in der Relegation landen könnte. In der Mannheimer Carl-Benz-Arena muss nach Saisonende des SV Waldhof eine Rasenheizung verlegt werden, die in der Dritten Liga Vorschrift ist. Blieb der Wildpark. Und weil am 25. Mai, am vom Deutschen Fußballbund seit 2016 für die regionalen Cup-Finales vorgesehenen „Tag der Amateure“, die Polizei wegen des da in Karlsruhe laufenden Verfassungsfestes abwinkte, wich man auf den Sonntag aus. Zumal der 1. FC Kaiserslautern gegen Wormatia Worms in Pirmasens zum pfälzischen Cup-Finale antritt, in dem sich auch zwei Lager begegnen, das als brisant einzuschätzen ist.

Was man bedauere, räumt bfv-Pressesprecherin Annette Kaul ein, sei, dass das nordbadische Cup-Endspiel nun erstmals nicht innerhalb des sogenannten „Tages der Amateure“ läuft. „Wir schauen, was wir machen können. Auf jeden Fall möglich ist ein Livestream beim SWR. Eine TV-Liveübertragung ist auszuschließen“, sagte Wiedemann, Abteilungsleiter Spielbetrieb beim bfv.