Schon wieder weg: KC Ross-Miller führte die Lions zuletzt zum Sieg über Ehingen. Jetzt flog er zurück seinem schwer kranken Vater. | Foto: GES

Basketball

PSK Lions erneut ohne Spielmacher Ross-Miller

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Die PSK Lions müssen erneut und auf unabsehbare Zeit ohne ihren Spielmacher KC Ross-Miller auskommen. Vor dem Duell gegen den Spitzenreiter Niners Chemnitz am Samstag flog der US-amerikanische Basketball-Profi in Diensten der Karlsruher zurück zu seinem schwer krankten Vater.

Nach dem wichtigen Pflichtsieg der PSK Lions gegen den Tabellenletzten aus Ehingen hatte Trainer Ivan Rudez vergangenes Wochenende vor allem eine Hoffnung nochmals mit Nachdruck geäußert: Dass die Zeit der Ausfälle nun vorbei sein möge.

Vor dem ungleichen Duell des abstiegsbedrohten Karlsruher Basketball-Zweitligisten am Samstag (20 Uhr) gegen die übermächtigen Niners Chemnitz ist klar, dass dies nur ein kurzer Wunschtraum war. Einerseits laboriert Flügelmann Brandon Conley an einer Knöchelverletzung. Viel härter trifft die Lions aber das erneute Fehlen von Spielmacher KC Ross-Miller.

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In Ross-Miller fehlt der wichtigste Akteur

Der US-amerikanische Guard war erst vor dem Ehingen-Spiel aus seiner Heimat zurückgekehrt, wo er seinen schwer kranken Vater besucht hatte. An diesem Donnerstag stieg er wieder in den Flieger. Der Gesundheitszustand des Vaters hat sich offenbar rapide verschlechtert.

Der Club ließ seinen wichtigsten Spieler aus diesen Gründen natürlich ziehen. Ob und wann Ross-Miller zurückkommt, ist unklar. „Wir rechnen erst mal nicht mehr mit ihm“, sagt Abteilungsleiter Danijel Ljubic.

Ljubic suchte eilig nach möglichen Alternativen. An diesem Freitagmittag schließt das Transferfenster im Basketball. Das Budget der Lions ist jedoch mehr oder weniger ausgereizt nach den drei Nach-Verpflichtungen im November, zu denen auch Ross-Miller gehörte.

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Chemnitz kommt als haushoher Favorit nach Karlsruhe

Die Aufgabe gegen Chemnitz wird ohnehin knüppelhart. „Es ist die beste Mannschaft der Liga“, sagt Rudez. Von 21 Spielen haben die Niners nur eines verloren – am 6. Oktober bei den Gladiators Trier. Die Lions boten in ihrem Hinspiel bei den Sachsen Mitte Dezember zwar eine ordentliche Leistung, zogen dennoch den Kürzeren (69:74).

Alles andere als eine Niederlage wäre auch im Rückspiel eine riesige Überraschung. Aber man werde Chemnitz mit Herz und Leidenschaft begegnen, erklärte Rudez. Ob zumindest mit Conley, dass vermochte er am Donnerstag noch nicht abschließend einzuschätzen.