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Landesliga

Der FC Heidelsheim geht mit neuem Gesicht in die Runde

Nach der Horrorsaison als Verbandsligaabsteiger sehnt sich der FC Heidelsheim nach einer unbeschwerten Runde. Das Gesicht des Teams hat sich geändert, die Vorbereitung verlief allerdings wenig passabel.

Nicht wieder stolpern: Ivan Greguric (vorne) und der FC Heidelsheim wollen die schwache vergangene Saison vergessen machen. Foto: Simone Kochanek

Von Simon Hoffmann

Optimal verlief die Saisonvorbereitung des FC Heidelsheim nicht. Angeschlagene Spieler und viele Urlauber machten es Trainer Milan Spoljar fast unmöglich, in angedachter Formation zu testen oder im Verbandspokal aufzulaufen. „Sinnbildlich ist, wie sich Kevin Hertl verletzt hat“, seufzt Spoljar. „Das erste Training läuft keine zwei Minuten, die Jungs haben richtig Lust loszulegen. Ohne jeglichen Druck reißt er sich den Meniskus.“

Was sich anhört wie das glatte Gegenteil einer idealen Vorbereitung, ist für Coach Spoljar aber zu viel Schwarzmalerei. „Ich habe viele Vorbereitungen absolviert, als Trainer als Spieler“, führt er aus. „Ich glaube, dass wir zu Saisonbeginn trotzdem eine starke Truppe aufbieten können.“

Beim Saisonabbruchs stand der FC Heidelsheim auf einem Abstiegsplatz

Nach der vergangenen Saison hoffen die Verantwortlichen beim FC Heidelsheim auf einen positiveren Verlauf, wenn es am 6. September bei Aufsteiger VfB Knielingen erstmals wieder um Punkte geht. In der Vorsaison fühlte sich der FCH als Verbandsligaabsteiger gerüstet für eine Platzierung im Topdrittel der Landesliga. Nach zwölf Spielen ohne Sieg, darunter sieben Niederlagen nacheinander, fand sich der Verein aus Bruchsals Stadtteil auf einem Abstiegsrang; Trainer Marcel Martin musste gehen, Spoljar übernahm.

Schön aufgereiht: Die Neuzugänge des FC Heidelsheim, auf die Trainer Milan Spoljar (rechts) in dieser Saison setzen kann. Foto: Jochen Blum

Unter dem vorherigen Co-Trainer verbesserten sich die Leistungen, ehe der Saisonabbruch folgte. „Ich für meinen Teil bin zufrieden, wenn wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden“, blickt Spoljar voraus. Nominell scheint die Qualität der Mannschaft dafür auszureichen. Nach der Wechselflut aus den eigenen Reihen zu Oberligaaufsteiger 1. FC Bruchsal – mit Enes Karamanli, Lukas Durst, Oliver Nell und Mario Zelic gingen vier potenzielle Stammspieler – hat sich das Gesicht des Teams geändert. Jonathan Dollinger wechselte zu Ligakonkurrent FV Hambrücken, Duncan Förster zum FC Flehingen.

Trainer Spoljar setzt auf einem Mix aus erfahrenen und jungen Spielern

Aus dem Kreis der erfahrenen Neuzugänge sollen die Sönmez-Brüder Tolga und Sinan (beide Fortuna Kirchfeld), Domagoj Popovic (FV Liedolsheim), Adam Filipovic (SV 62 Bruchsal) und Ivan Greguric (SV Philippsburg) in Führungsrollen wachsen. Mit einem 18-Mann-Kader rechnet Spoljar, dazu sollen aus der zweiten Mannschaft, die gerade in die Kreisklasse A aufgestiegen ist, junge Akteure dazu kommen. Mit knapp 24 Jahren ist das Team im Schnitt mit Potenzial ausgestattet, in Zukunft will der FCH auf junge Akteure bauen. „Behutsam heranführen, nicht verbrennen“, sagt Spoljar.

Mit Robin Hiller habe sich ein 20-jähriger in der Vorbereitung bereits wesentlich angeboten, direkt in die Startelf gespült zu werden. Eine solche muss sich aber erst einspielen, da den Akteuren nach der langen Pause die Spielpraxis einfach fehlt. Für erfahrene Spieler gilt daher der Grundsatz, sich trotz eigener Vita erstmal aufdrängen zu müssen. Sonst stehe ein junger Akteur parat, so Spoljar. Das Auftaktprogramm sieht für Heidelsheim Gegner vor, die potenziell auf Augenhöhe liegen. Und damit die Chance, gleich Boden gutzumachen – trotz wenig idealer Vorbereitung.

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