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Wegen Corona verschoben

Historische Verspätung: Karlsruher Fußball-Kreispokalsieger der Saison 19/20 wird gekürt

Die aktuelle Pokalrunde im Fußballkreis Karlsruhe ist schon im Halbfinale angelangt, der Sieger der Saison 19/20 wird aber erst jetzt gekürt. Nicht nur deshalb ist das Finale ein besonderes Spiel.

Ein erster Höhepunkt: In der Vorbereitung traf der FV Linkenheim mit Kai Sessler, hier im Zweikampf mit Philipp Hofmann, auf den KSC. Jetzt steht mit dem Kreispokal-Finale ein echtes Highlight an Foto: Helge Prang/GES

Der zusätzliche Zündstoff, den das Kreispokal-Finale zwischen dem FV Linkenheim und dem KIT SC kurze Zeit hatte, mag raus sein. Brisanz birgt das in vielerlei Hinsicht besondere Endspiel an diesem Samstag (14.30 Uhr) auf dem Platz des FV Graben dennoch.

Geht es doch für die beiden Kreisliga-Aufsteiger doch nicht nur um einen Titel - sondern auch darum, nach dem schwachen Saisonstart mit einem Cup-Triumph neuen Schwung für die Liga zu holen. Als „ziemlich offen“ schätzt nicht nur Linkenheims Sportlicher Leiter Thomas Edelmann die Ausgangslage ein.

Für den KIT SC ist es die Final-Premiere

Die sportliche Situation ist aber nur der eine Aspekt der Partie, in der der Nachfolger von der SG Stupferich gesucht wird. Das Kreispokal-Finale der Saison 19/20 hat viele Geschichten zu erzählen: Weil die Partie wegen Corona im Frühjahr nicht ausgetragen werden konnte, wird der Sieger erstmals im Oktober gekürt.

Noch nie wurde ein Finale der Vorsaison in der darauffolgenden Runde ausgespielt. Für den KIT ist es die Final-Premiere, und für Linkenheim das erste Pokal-Endspiel seit rund 50 Jahren. Damals, so die Erzählungen am FVL-Stammtisch, war das Endspiel verloren gegangen.

Wegen der Verschiebung treffen die beiden Kontrahenten nun auch nicht mehr als A-Ligisten, sondern als Kreisliga-Clubs aufeinander. Was der KIT SC auch dem FV Grünwinkel zu verdanken hat, der auf sein Aufstiegsrecht verzichtete und in der A-Klasse aktuell Auflösungserscheinungen zeigt, wie gerade das 0:16 beim FV Rußheim offenbarte.

Grünwinkel war nach dem Abbruch Meister in der A1, Linkenheim Zweiter - und der FV hatte gegenüber dem A2-Zweiten KIT den besseren Quotienten und damit die Nase im Rennen um den letzten Kreisliga-Platz vorne.

Beide Kreisliga-Aufsteiger wollen schwachen Saisonstart ausblenden

Der Quotienten-Frust aber ist beim KIT längst abgehakt. „Sicher wären es so andere Voraussetzungen gewesen. Aber weder Linkenheim noch wir hätten ja etwas dafür gekonnt“, sagt Florian Rosental, der Abteilungsleiter beim Uni-Club, für den das verspätete Finale jetzt zu einem „guten Zeitpunkt“ komme.

In der neuen Liga hat der KIT SC bislang „klassisch Lehrgeld“ gezahlt, wie Rosental bemerkt. Null Punkte nach vier Spielen drücken auf die Stimmung der Mannschaft von Trainer Fabian Wenz. Das gelte es nun auszublenden. „Wir wollen uns für die starke Pokalsaison belohnen“, sagt Rosental mit Blick auf den Triumphzug in der Vorsaison.

In der aktuellen Runde scheiterte der KIT schon in Runde zwei, für Gegner Linkenheim war in der dritten Runde Schluss. Und auch beim dortigen Fußballverein läuft es in der Kreisliga bislang alles andere als rund, immerhin ein Sieg steht aber bislang zu Buche. Auch Edelsmann Hoffnung ist es deshalb, dass ein möglicher Cup-Erfolg neue Kräfte im Team von Trainer Torsten Zörb freisetzt. „Über den Pokalsieg Auftrieb für die Liga holen“, lautet Edelmanns Motto. Und jenes vom KIT SC.

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