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Verbandsliga

Im dritten Anlauf will ATSV Mutschelbach Sprung schaffen

Der ATSV Mutschelbach hat nach zuletzt zwei knapp verpassten Aufstiegen in die Oberliga den Titelgewinn im Fokus. Die Mannschaft hat an Qualität noch hinzugewonnen.

Trainer und Neuzugänge: Hintere Reihe von links: Ronald Zaisser (Athletik-Trainer), Colin Blitzer, Dietmar Blicker (Trainer), Leon Preine, Marco Kratzer (Co-Trainer). Vorne: Jonas Malsam, Jan Malsam. Foto: Oliver Hurst GES/Oliver Hurst

Sie hatten lange zu knabbern am Pandemie-Pech, die Funktionäre, Trainer und Spieler des ambitionierten Fußball-Verbandsligisten ATSV Mutschelbach. Doch inzwischen hat sich nicht nur Coach Dietmar Blicker damit arrangiert, dass der 1. FC Bruchsal auch wegen Corona vor dem ATSV die abgebrochene Runde als Tabellenzweiter beendete und in die Oberliga aufstieg. Nun also ein neuer Anlauf des Meisterschaftsanwärters.

Hoffen auf einen guten Saisonstart

„Aller guten Dinge sind drei”, sagt Blicker, der in der dritten Saison in Mutschelbach tätig ist. Der Trainer zielt mit dem Sprichwort aber nicht auf das Ende der Spielzeit, sondern den Beginn. Blicker hofft, dass seiner Mannschaft endlich mal ein standesgemäßer Start gelingen möge.

In den beiden vergangenen Spielzeiten war der ATSV ganz schlecht in Tritt gekommen, startete dann jeweils eine Aufholjagd, um am Ende doch knapp an der Versetzung zu scheitern. Die ist das Ziel, auch wenn Blicker aus Respekt vor den Konkurrenten nicht den Titel als ultimative Vorgabe nennen möchte: „Wir wollen um die Meisterschaft mitspielen.”

Er habe nicht „das Gefühl, dass nur wir Meister werden können.” Drei, vier Mannschaften kämen infrage.

Herausforderung ist, dem Druck standzuhalten

Am ATSV Mutschelbach führt aber sicher kein Weg vorbei, wenn es um den Titel geht. „Dass wir es sportlich schaffen können, steht außer Frage. Die Jungs sind gut genug. Die Herausforderung ist, einerseits fokussiert zu sein und andererseits nicht zu verkrampfen.

Und wie wir mit dem Druck zurechtkommen, immer gewinnen zu müssen”, sagt Blicker. Die Anspruchshaltung sei inzwischen so, dass klare Siege erwartet würden. „Aber wir müssen uns auch mal über dreckige drei Punkte oder einen unverdienten Sieg freuen können”, mahnt der Trainer.

Zwei Drittel der Spieler mit KSC-Vergangenheit

An Qualität hat die Mannschaft hinzugewonnen, auch wenn Stützen wie Benedict Pfisterer oder Julian Holzmann ihre Karriere beendeten. Die Zugänge aber haben klangvolle Namen. Von Oberliga-Aufsteiger 1. FC Bruchsal fanden die Brüder Jan und Jonas Malsam den Weg zum ATSV, zudem der Oberliga-erfahrene Colin Bitzer aus Nöttingen und Leon Preine vom SV Mörsch.

„Das Grundgerüst ist geblieben und mit den vier Neuen haben wir uns effektiv verstärkt und jetzt eine ganz tolle Breite”, meint Blicker und betont: „Die Mannschaft passt emotional sehr gut zusammen.” 13 von 18 Feldspielern haben eine KSC-Vergangenheit.

Lokalderby gegen Langensteinbach am ersten Spieltag

Mit einem echten Lokalderby startet Mutschelbach die Mission Meisterschaft. Am 6. September erwartet der ATSV den Karlsbader Nachbarn und Neuling SV Langensteinbach, den das Blicker-Team im Pokal bereits mit 7:3 abfertigte. „Wir sind da natürlich Favorit und können eigentlich nur verlieren. Das Spiel wird eine emotionale Standortbestimmung”, sagt Blicker.

Die zweite Partie beim VfR Mannheim sei dann schon eine wegweisende sportliche Prüfung. „Und nach dem achten Spieltag wissen wir, wie gut die anderen sind.” Die anderen, das sind vor allem die Mitfavoriten FV Heddesheim und der SV Spielberg.

Zugänge: Colin Bitzer (FC Nöttingen), Jonas Malsam, Jan Malsam (beide FC Bruchsal), Leon Preine (SV Mörsch).

Abgänge: Benedict Pfisterer (Karriereende), Kai Kunzmann (Karriereende), Julian Holzmann (Karriereende), Simon Markovic (Kickers Büchig), Reinhard Schenker (Co-Trainer FC Nöttingen), Yannick Rolf (Trainer ATSV Mutschelbach II).

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