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Kreisliga

Kein Mangel an Aufstiegsanwärtern in der Kreisliga Bruchsal

Sie ist die höchste Spielklasse im Fußballkreis – und doch gibt es einige Teams, die nach noch Höherem streben. Der TSV Stettfeld, der den Aufstieg zuletzt knapp verpasste, würde ebenso gerne in die Landesliga wie der TuS Mingolsheim und der FC Flehingen.

Wieder ganz oben erwartet: Noah Matic (links) und der TSV Stettfeld gehen als Favorit in die Kreisliga-Saison. Der TSV Wiesental mit Melih Sahin sieht sich eher als Außenseiter. Foto: Jochen Blum

Mit der Favoritenrolle ist das beim Fußball so eine Sache. Gerne wird diese nämlich von den Vereinen vor Rundenstart weitergeschoben, um etwas Druck von den eigenen Spielern zu nehmen. Vor Start der Kreisliga-Saison am kommenden Wochenende verhält sich das nicht anders.

Sebastian Meier, der Sportvorstand des TSV Stettfeld, kennt sich damit aus. „Ich nehme schon wahr, wenn ich mit Vertretern anderer Vereine rede, dass wir als Favorit genannt werden“, berichtet er. Das kommt auch nicht von ungefähr, immerhin verpasste der TSV in der abgebrochenen vergangenen Runde den Aufstieg in die Landesliga um Haaresbreite. Nur wegen des schlechteren Torverhältnisses musste das Team von Trainer Elvis Karam dem SV Kickers Büchig den Vortritt lassen.

TSV Stettfeld und TuS Mingolsheim werden stark eingeschätzt

Auch in den drei bisherigen Kreispokal-Spielen ließen die Stettfelder aufhorchen. 5:3, 6:0 und 8:0 lauteten die Ergebnisse gegen den Ligakonkurrenten FC Flehingen, die FzG Münzesheim II und den FC Neibsheim. Die Offensive ist also offensichtlich in Form. Meier sagt aber auch: „Keiner weiß nach der langen Pause so richtig, wo er steht.“ In der Liga würden die Karten ganz neu gemischt. Vorne mitspielen will der TSV dennoch wieder, auch wenn der Sportvorstand weitere Teams mindestens auf Augenhöhe sieht.

Oft genannt wird in diesem Zusammenhang der TuS Mingolsheim, der in der Vorbereitung sogar gegen die Landesligisten aus Östringen und Büchig gewann und ebenfalls nach drei klaren Siegen im Kreispokal-Viertelfinale steht. Der Sportliche Leiter, Heiko Keßler, hat jedenfalls kein Problem damit, die Favoritenrolle anzunehmen.

„Wir reißen uns nicht darum, aber wenn sie uns zugeschoben wird, ist es okay”, sagt er. Bereits in der vergangenen Runde hatte der TuS Platz drei belegt und wollte in der Rückrunde, die dann aber nicht mehr zustande kam, ganz vorne angreifen. Nun unternehmen die Mingolsheimer, die am Sonntag (16 Uhr) gegen den FV Ubstadt starten, den nächsten Anlauf.

Der FC Flehingen hat sich gut verstärkt

Weitere Anwärter auf die vorderen Plätze könnten der VfR Kronau, FC Odenheim und FC Flehingen sein. Während die Kronauer nahezu unverändert und mit einem eingespielten Kader in die Runde gehen, hat sich der FCF mit namhaften Zugängen verstärkt. In Rückkehrer Duncan Forster (FC Heidelsheim), Sertac Öztürk (VfB Bretten), Henrik Freissler (VfB Eppingen) und Torhüter Chrisovalantis Terzopoulos (1. FC Bruchsal) kamen Spieler mit Landesliga-Erfahrung. Da spielten die Flehinger in der Vergangenheit auch schon, gegen eine Rückkehr hätte Trainer Patric Gutkecht wohl wenig einzuwenden.

Ebenfalls gut verstärkt geht der SV Menzingen, der ohne den Corona-Abbruch ziemlich sicher in die Kreisklasse A abgestiegen wäre, in die Runde. Mit dem Abstiegskampf wollen die Kraichtaler nun nichts mehr zu tun haben. Mithelfen sollen gleich vier Rückkehrer, nämlich Evgeni Bortnikov (1. FC Bruchsal), Julian Fersching (FC Odenheim), Kai Michenfelder (SV Zeutern) und Markus Schäfer (FC Flehingen), damit dieser Plan aufgeht.

Viele Derbys warten auf die Zuschauer

Die Zuschauer dürfen sich in der höchsten Klasse des Kreises jedenfalls wieder auf viele interessante Duelle, darunter auch zahlreiche Derbys, freuen. Am dritten Spieltag (27. September) empfängt der TuS Mingolsheim zum Beispiel den VfR Kronau. Einen Tag zuvor steigt das Lokalderby zwischen dem TSV und dem FV Wiesental. Am 8. November hat der FV Neuthard den FC Karlsdorf zu Gast, um nur einige der brisanten Partien zu nennen.

„Der Start wird auf jeden Fall sehr wichtig“, sagt Sebastian Meier vom TSV Stettfeld. Zumindest in dieser Hinsicht dürften sich alle Vereine einig sein. In ein paar Wochen werden die Trainer sehen, wo sich ihre Truppe in der Kreisliga-Tabelle einreiht. Dann wird sich auch herauskristallisieren, ob es tatsächlich die genannten Favoriten sind, die ganz vorne mitmischen.

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