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Abschluss in Köln

KRK-Trainerin Bachmayer hat jetzt auch das Trainer-Diplom in der Tasche

Drei Jahre lang ist Tatjana Bachmayer von der Kunstturn Region Karlsruhe regelmäßig nach Köln an die dortige Trainerakademie gefahren. Jetzt hat die Karlsruherin ihren Diplom-Trainerschein in der Tasche - mit einem glänzenden Abschluss.

Künftig diplomierte Glückwünsche: Tatjana Bachmayer, hier mit ihrer KRK-Bundesligaturnerin Alisha Igüs, hat die höchste Trainerlizenz erworben. Foto: Oliver Hurst/GES

Die finalen 30 Minuten von drei Jahren sind dann schnell rumgewesen. Erst einige turn-spezifische Fragen, dann welche zur allgemeinen Trainingslehre. Das war’s für Tatjana Bachmayer in Köln. „Es war eine coole Sache“, sagt die Cheftrainerin der Kunstturn Region Karlsruhe (KRK), die sich nun noch ein „Diplom“ davor hängen darf.

Am Montag stand für die 46-Jährige mit der mündlichen die letzte Prüfung an der Trainerakademie in Köln an, die Bachmayer so erfolgreich absolvierte wie die vorangegangenen schriftlichen Hürden. Als Diplom-Trainerin mit Bachelor-Abschluss hat die Karlsruherin nun die höchstmögliche Übungsleiterlizenz in der Tasche.

Neue Perspektiven, neue Motivation

Das bietet Bachmayer nicht nur für die Zukunft auch neue Perspektiven. Es hat ihr auch neue Horizonte eröffnet und ganz nebenbei dafür gesorgt, dass der Spaß an ihrem Job zurückkehrte.

2006 wollte Bachmayer eigentlich kürzer treten, die dann keimende Diplom-Idee gab der KRK-Erfolgstrainerin schließlich auch für die tägliche Arbeit in der Halle frische Motivation. „Über den Tellerrand zu blicken, den Blick auf andere zu werfen“, so zählt es Bachmayer auf, das war mit der größte Gewinn der Weiterbildung, die sie für drei Jahre jeden Monat eine Woche nach Köln führte.

Mit knapp 30 Trainerinnen und Trainern aus mehr als 20 Sportarten saß Bachmayer an der Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zusammen, erlebte viele Spitzentrainer als Referenten - und darf sich nun auf ein glänzendes Abschlusszeugnis freuen.

„1,1, wenn ich die Noten richtig zusammengerechnet habe“, berichtet Bachmayer. Am kommenden Montag wäre eigentlich die offizielle Abschlussfeier gewesen, wegen Corona fällt der letzte Kölner Akt allerdings aus. Das Zeugnis wird zugeschickt.

In ein paar Jahren könnte Bachmayer sich auch den Job als Bundestrainerin der Turner vorstellen

„Man reflektiert jetzt anders“, bilanziert Bachmayer, deren Abschlussarbeit sich psychologischen Effekten in der direkten Wettbewerbsvorbereitung widmete.

Der Praxistest dafür erfolgte mit dem deutschen Team vor der Heim-WM 2019 in Stuttgart und die Frage war, ob mithilfe eines Sportpsychologen Angst und Nervosität in Reihen der Athleten vor einem großen Wettkampf gemindert werden kann. „Nicht signifikant“, gibt Bachmayer das Ergebnis wieder. Positive Effekte waren dagegen in puncto Entspannungsfähigkeit auszumachen.

Wenn der passende Zeitpunkt kommt, dann kann ich mir das schon vorstellen
Tatjana Bachmayer / Kunstturn Region Karlsruhe

Der Diplom-Trainerschein eröffnet Bachmayer auch selbst neue Perspektiven. Ob sie sich vorstellen könne, Bundestrainerin zu werden? „Nicht ausschließen“ will die KRK-Trainerin das: „Wenn der passende Zeitpunkt kommt, dann kann ich mir das schon vorstellen - in ein paar Jahren.“

Ihre nähere Zukunft sieht sie auf jeden Fall bei der KRK, wo Bachmayer gerade vor allem wieder Aufbauarbeit leisten muss. Die aktuelle Bundesliga-Mannschaft ist ja mehr ein Perspektiv-Team. Und mit dem steht für Bachmayer am 10. Oktober in Mannheim beim zweiten Liga-Kräftemessen nach monatelanger Pause auch die erste Wettkampfhürde als Diplom-Trainerin an.

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