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Landesliga Südbaden

SV Mörsch sucht neue Identität

Beim SV Mörsch soll ein neuer Trainer den Abwärtstrend stoppen. Mit Christian Hofmeier hofft der Club jedenfalls auf einen Aufschwung.

Neue beim SV Mörsch: Spielausschuss Walter Fleck, Dennis Gob, Markus Schulze, Manuel Juchacz, spielender Co-Trainer Kevin Clussmann und Trainer Christian Hofmeier. Foto: Pascal Huber

Von Albrecht Burkhard

Vor vier Jahren herrschte in der Sandgrube großer Jubel, als der SV Mörsch unter Trainer Dietmar Blicker unangefochten die Meisterschaft in der Fußball-Landesliga feiern durfte. Mittlerweile ist die Euphorie verflogen und Tristesse hat Einzug gehalten.

Nach den Rängen 13 und zweimal Platz zwölf war der Kader von Trainer Patrick Anstett in der vergangenen Saison zu stark ausgeblutet, um in der Verbandsliga noch konkurrenzfähig zu sein.

Freiwilliger Verzicht auf weitere Saison in der Verbandsliga

Infolgedessen war der SVM bis zum Corona-bedingten Abbruch abgeschlagenes Schlusslicht. Den neuen Verantwortlichen um Sportvorstand Pascal Huber war frühzeitig klar, freiwillig auf eine weitere Verbandsliga-Saison zu verzichten, um eine Klasse tiefer einen „Neustart“ zu wagen.

Nachdem Anstett wieder zurück nach Ettlingenweier ging, verpflichteten die Mörscher Verantwortlichen in Christian Hofmeier vom Landesliga-Konkurrenten RW Elchesheim einen „alten Mörscher“, mit dem der Turnaround gelingen soll.

Mit einer neuformierten Mannschaft aus dem bisherigen Kader sowie einigen Rückkehrern möchte Hofmeier auf „Sicht“ eine SVM-Identität auf Landesliga-Niveau entwickeln, die aber durchaus noch notwendige Impulse von außen bekommt. Dass dies nicht einfach werden wird, zeigten die bisherigen Vorbereitungsspiele.

„Wir bekommen teilweise schon gezeigt, was uns fehlt. Es reicht nicht nur schönen Fußball spielen zu wollen, du musst auch vom Kopf her bereit sein, elementare Dinge des Fußballs auf den Platz zu bringen.”

Dass das Team aber durchaus Potenzial hat, zeigte die Verbandspokal-Partie in Hofstetten (1:3), wo man an einer Überraschung schnuppern konnte und unter anderem zwei Elfmeter vergab. Zuvor gelang in der Qualifikation beim Bezirksligisten FV Ötigheim ein 4:1-Sieg. Hofmeiers vorrangiges kurzfristiges Ziel ist deshalb eine strukturierte Mannschaft zu formen, die in der Lage ist, in der Landesliga mitzuspielen.

Auftaktspiel ist am 23. August gegen den FV Ottersweier

Dies wird schwer genug, da man in Mörsch momentan nicht weiß, wo man steht. Durch die vielen neuen Spieler im Team verfügt man auch noch nicht über die notwendigen Automatismen, die viele Dinge im Spiel erleichtern würden. Somit gilt für Hofmeier und seine Mitstreiter, schnell eine gute Struktur zu finden.

Ein guter Start, Auftakt ist am Sonntag, 23. August, um 17 Uhr gegen den FV Ottersweier, würde die Arbeit erleichtern. Allerdings merkt der neue Coach auch, dass es der Mannschaft aufgrund der Negativerlebnisse schwerfällt, vom „Verteidigungsmodus“ in den „Angriffsmodus“ zu schalten. Dies wird aber notwendig sein, um in der neuen Liga wie angepeilt in der oberen Tabellenhälfte mitspielen zu können.

Zugänge : Kevin Clussmann (reaktiviert), Dennis Gob (FV Ötigheim), Daniel Rimmelspacher (SV Au), Tobias Gauder (reaktiviert), Manuel Juchacz (SG Daxlanden), Nico Knappe (FC Spöck), Wladislaw Weber (SG Herzogsweiler-Durrweiler), Markus Schulze (FV Brühl), Benedikt Krieger, Dominic Fischer, Louis Manz (alle eigene Junioren).

Abgänge : Marvin Lehel (SC Neuburgweier), José Carlos Tijeras Martinez (SG Daxlanden), Leon Preine, Marco Jasin, Marcus Baumann (alle ATSV Mutschelbach), Dominik Kerling (FV Mosbach), Nico Bretzinger (Rüppurr).

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