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Fußball

TSV Wiesental empfängt den FC Forst zu einem unerwarteten Heimspiel

Nach fast einem Jahr Vorfreude findet es nun endlich statt: Das wegen Corona zunächst verschobene Kreispokal-Endspiel der Saison 2019/20. Am Samstag (16 Uhr) wird der TSV Wiesental auf eigenem Platz den FC Forst empfangen. 450 Zuschauer dürfen dabei sein.

Einzug ins Endspiel: Im Pokal-Halbfinale stellte Dumitru Bacal mit seinem FC Forst im vergangenen November dem FV Wiesental ein Bein. Nun wollen die Germanen auch den zweiten Wiesentaler Club schlagen. Foto: Simone Kochanek

Manche Dinge im Leben brauchen einfach etwas länger. Nun ist es fast schon ein Jahr her, dass der TSV Wiesental (gegen den SV Philippsburg) und der FC Forst (gegen den FV Wiesental) ins Finale des Fußball-Kreispokals Bruchsal einzogen sind. Corona machte die Austragung am Karsamstag zunichte, doch nun – einen Tag vor Rundenstart in der Kreisliga – ist endlich alles angerichtet für das Endspiel der vergangenen Saison.

Etwas länger dauerte es auch, bis ein Spielort für das Duell am Samstag (16 Uhr) gefunden war. Neudorf, wo das Duell ursprünglich vorgesehen war, sprang wegen der strengen Vorgaben ab. Im Forster Waldseestadion, das sich wegen seiner Weitläufigkeit angeboten hätte, ist der Rasen noch nicht präpariert.

So fiel die Wahl schlussendlich auf Wiesental, womit der TSV ein unverhofftes Heimspiel bekommt, was in einem Pokalfinale die absolute Ausnahme ist.

Die Tickets gingen schon vorab an die Vereine

Fair verteilt wurde das begrenzte Ticketkontingent, das zu gleichen Teilen an die beiden Clubs ging. Etwa 450 Zuschauer dürfen es am Samstag sein, eine Tageskasse wird es dann nicht mehr geben.

„Wir sind froh, dass diese Lösung jetzt gefunden wurde“, sagt Forsts Trainer Christopher Holzer, dem egal ist, wo das Spiel nun letztlich stattfindet. „Lieber auswärts gewinnen, als daheim verlieren“, hieß es dazu aus Vorstandskreisen bei den Germanen scherzhaft. „Die Vorfreude ist spürbar. Nicht nur bei der Mannschaft, sondern im ganzen Verein“, berichtet Holzer.

Genauso sieht es aber auch beim TSV Wiesental aus. „Die Stimmung ist super, die Jungs sind heiß“, sagt Coach Tim Ronecker. „Wir freuen uns unglaublich auf das lange ersehnte Finale.“ Die letzten Aufeinandertreffen gab es noch in der Kreisklasse A, die beide Clubs aber direkt nacheinander nach oben verlassen haben, die Forster erst zur aktuellen Saison.

Beide Finalisten sind im Aufwind

Für Holzer und den FC Germania wäre ein Pokalsieg somit die Krönung einer sportlich perfekten Saison, auch wenn letztlich der Corona-Abbruch zum Aufstieg beitrug. Der 36-Jährige, der den einstigen Erfolgsclub aus dem Kreis wieder in die Spur gebracht hat, denkt aber ohnehin Schritt für Schritt.

„Der Einzug ins Pokal-Viertelfinale der aktuellen Runde am letzten Wochenende in Bretten war ein nächstes Etappenziel“, sagt Holzer. Der nächste Pokalsieg nach 2012 und 2016 (damals mit der zweiten Mannschaft), wäre aber schon eher ein Meilenstein nach etwas tristeren Jahren am Waldsee.

Im Aufwärtstrend befinden sich auch die Wiesentaler, die bis vor drei Jahren noch in der B-Klasse spielten. Ein Titel wäre in jedem Fall der größte Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte. Diesen zu holen sei jedoch ein hartes Stück Arbeit, wie Ronecker findet. „Ich bin davon überzeugt, dass Forst die besseren Einzelspieler hat“, sagt er. Wichtig sei es daher, frühzeitig die Nervosität abzulegen und mit Leidenschaft Fußball zu spielen. „Es wird auf die Tagesform ankommen“, prophezeit der TSV-Coach.

Es wird auf die Tagesform ankommen.
Tim Ronecker, Trainer TSV Wiesental

Ein besonderes Spiel wird es in jedem Fall, nicht nur wegen Corona. Der FC Forst hat seine Mannschaft vor der Saison nochmals deutlich verjüngt. „Für viele ist es das erste Event dieser Art“, sagt Holzer. Entsprechend groß ist die Vorfreude. Somit ist alles angerichtet für ein verspätetes, aber dennoch mit Spannung erwartetes Kreispokal-Finale.

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