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Fußball-Kreisliga B2

Vier Clubs starten mit großen Ambitionen

Durch die Fusion der Spielklassen B 2 und B 3 können in dieser Saison insgesamt drei Clubs aufsteigen, die Liga ist nun auf 18 Teams angewachsen. Das neue Modell findet nicht bei allen Vereinen Zustimmung.

Das Foto ist aus dem Norden des Bezirks: Links: Christian Reith vom SV Niederbühl/Donau Rechts: Aaron Keslinke vom FV Rauental Foto: Foto: Hans-Jürgen Collet

Von Marco Merkel

In der „neuen“ Kreisliga B Staffel 2 – einem Zusammenschluss aus den bisherigen Ligen B 2 und B 3 – gehen insgesamt 18 Mannschaften an den Start. Dadurch hat sich die Zahl der Aufsteiger aus dieser Klasse auf drei Teams erhöht. Ein Ligamodell, das beispielsweise auch beim SC Baden-Baden kritisch gesehen wird.

Patrick Meisch, Sportlicher Leiter des SC, weist speziell auf die große Belastung durch die insgesamt 34 Spieltage hin: „Für die Clubhausbewirtung ist dieses Modell natürlich interessant. Aus sportlicher Sicht halte ich das Ligasystem für nicht attraktiv, weil lediglich vier beziehungsweise fünf Mannschaften oben mitspielen und es für den Rest ziemlich schnell um nichts mehr gehen wird“, ist sich Meisch sicher.

SC Baden-Baden mit starken Testergebnissen

Daraus resultierte das „Angebot zur Veränderung“ seitens der SC-Verantwortlichen, da sich der Traditionsverein in einer möglichen B-Klasse Nord besser aufgehoben fühlen würde. Nichtsdestotrotz geht der ambitionierte B-Ligist, der im Jugendbereich eine Kooperation mit dem Offenburger FV eingegangen ist, mit einem neuen personellen Fundament ins Rennen.

Ob der SC Baden-Baden die guten Testspielergebnisse – darunter beispielsweise ein 11:0-Auswärtserfolg beim TSV Freckenfeld (Südpfalz) – bestätigen wird, bleibt abzuwarten. Andere Vereine wie der FC Neuweier, der SV Michelbach, die SG Stollhofen/Söllingen oder auch der FC Phönix 06 Durmersheim stehen deutlich mehr in der Pflicht als der SC Baden-Baden, in dieser Saison um den Aufstieg mitzuspielen.

Zum Rundenauftakt am 6. September wird besonders das Team aus Neuweier motiviert sein. Nachdem in der Saison 2019/20 am Ende ein unbefriedigender dritter Platz erreicht wurde, plant die Mannschaft von Trainer Matthias Gehring einen neuen Anlauf, den Sprung nach oben zu schaffen. Große Hoffnungen ruhen deshalb auf den beiden beiden Torjägern Julian Stader und Brian Hamilton, deren Treffer der Elf aus Neuweier in der Vergangenheit schon viele Punkte beschert haben.

Michelbach verpflichtet höherklassige Spieler

Ebenfalls hoch hinaus will der Ligakonkurrent aus Michelbach. Auch in diesem Jahr ist es dem SVM gelungen, höherklassige Spieler wie Kevin Schlindwein, Daniel Hoff (beide vorher SV Staufenberg), Roman Wittmann (TSV Loffenau) oder Victory Erhahon (OSV Rastatt) für sich zu gewinnen. Gerade von Schlindwein ist Trainer Dennis Kleehammer angetan: „Kevin hat richtig Lust zu kicken, weshalb er zum dritten Mannschaftskapitän gewählt worden ist.“

Neben den beiden Ex-Staufenbergern hält Kleehammer auch Wittmann und Erhahon als „echte Kracher“, die das Saisonziel Aufstieg möglich machen sollen. Zum Auftakt muss man zum SC Wintersdorf der „Wundertüte“ der Liga. Denn sage und schreibe 30 Neuzugänge und die bisherigen Freundschaftsspiele sorgen bei Spielertrainer Anton-Augustin Mladin für Freude aber auch Ungewissheit. Durch den großen Kader erhofft sich der Coach einen spannenden Konkurrenzkampf.

Außerdem zählt noch die SG Stollhofen/Söllingen zum erweiterten Favoritenkreis, trotzdem dämpft Christian Bernhardt vom SG-Spielausschuss die Erwartungen: „Wir haben nicht den Druck, wie noch in den vergangenen drei Jahren, unbedingt hoch zu müssen.“ Primäres Ziel ist, dass das junge Team (Durchschnittsalter: 23 Jahre) so schnell wie möglich zusammenfindet.

Durmersheim will mit Eigengewächsen angreifen

Die vierte Mannschaft, die oben mitmischen will, ist Phönix Durmersheim. Nach einer durchwachsenen Saison 2019/20 will das Team von Coach Kastrijot Muzlija mit vielen Eigengewächsen und neu verpflichteten Routiniers wie beispielsweise Felix Fortenbacher (FV RW Elchesheim) den Aufstieg anpeilen. „Meine Mannschaft ist im Schnitt 20,9 Jahre jung. Dennoch wollen wir möglichst schnell konstant auftreten und unser Saisonziel Aufstieg erreichen“, ist Trainer Muzlija von der Qualität des Phönix-Kaders überzeugt.

Außerdem sind Clubs wie der FV Rauental für Überraschungen gut und die Reserveteams des FV Ottersweier, des FV Rot-Weiß Elchesheim und des SV Bühlertal sind mit ihren Talenten ebenfalls nicht zu unterschätzen. Hinzu gesellt sich noch die zweite Mannschaft des TSV Loffenau. So viel steht fest: Wer aufsteigen will, hat diesmal deutlich bessere Karten als in den vergangenen Jahren.

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