Im Clinch liegen weiterhin die Deutsche Ringerliga und der Deutsche Ringer-Bund. Foto: GES

DRB und DRL einigen sich nicht

Ringer-Streit geht weiter

In den Streit zwischen Deutschem Ringer-Bund (DRB) und Deutscher Ringerliga (DRL) ist Bewegung gekommen. Das ist die gute Nachricht für die Ringerfans in Deutschland. Die schlechte: Fortschritte gibt es keine. Die beiden Parteien kommunizieren nur über Pressemitteilungen miteinander, eine Lösung in dem seit Jahren währenden Disput zwischen dem Verband und den abtrünnigen DRL-Vereinen, zu denen auch der KSV Ispringen und der SV Germania Weingarten zählen, ist nicht in Sicht.

Verhandlungen mit der DRL sollen abgebrochen werden

Im Gegenteil: Die Vereinsvertreter im DRB-Bundesligaausschuss empfehlen dem Vorstand nun, „die Verhandlungen mit der DRL abzubrechen“ – wie auf der Verbandsseite im Internet nachzulesen ist. „Für uns sieht es so aus, als ob der DRB nie ein wirkliches Interesse an einer Zusammenarbeit hatte“, sagt DRL-Geschäftsführer Markus Scheu.

Annäherung schürte Hoffnungen

Eine Versöhnung klingt anders – und doch schien vor wenigen Wochen die Eiszeit zu Ende zu gehen. Mitte Mai treffen sich DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis und Scheu – jeweils mit Anwälten – zu einem Gespräch in München, das beide Seiten als „sehr gut und konstruktiv“ bezeichnen. Man einigt sich auf eine Agenda, die unter anderem vorsieht, dass die DRL ein Konzept zur künftigen Ligenstruktur vorlegt und der DRB seine rote Linien benennt. Doch bereits der erste Punkt auf der Agenda erweist sich als unüberbrückbares Hindernis: das Formulieren einer gemeinsamen Presseerklärung.

UWW-Gebühren als ein Knackpunkt

Knackpunkt sind die Regularien des Weltverbandes UWW, die unter anderem so genannte Transfergebühren für die Vereine beinhalten. Für den DRB ist die Anerkennung des Regelwerks alternativlos. „Wir können uns nicht gegen den Weltverband stellen“, betont Zamanduridis. Bei der Ringerliga sieht man die Gebühren dagegen kritisch. Und Scheu erklärt zudem: „Wir können keine UWW-Richtlinien akzeptieren, da wir kein UWW-Mitglied sind.“

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