Alejandro Valdes vom SV Germania Weingarten. Foto: GES

Gericht rügt DRB-Sperre

Ringerliga atmet auf

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Das Urteil ist noch nicht gesprochen, doch wer aus dem neuerlichen juristischen Duell als Punktsieger hervorgeht, ist so gut wie sicher: In der Hauptverhandlung um die Rechtmäßigkeit der Sperren, die der Deutsche Ringer-Bund (DRB) und der Weltverband UWW gegen Athleten der Deutschen Ringerliga (DRL) ausgesprochen beziehungsweise angedroht haben, hat das Landgericht Nürnberg-Fürth der DRL den Rücken gestärkt.

Die Klage der DRL habe gute Erfolgsaussichten, erklärte der Vorsitzende Richter in der Verhandlung am Mittwoch. Als Hauptargument führte das Gericht an, dass die ausgesprochenen Sanktionen nicht präzise in einem Regelwerk niedergeschrieben und damit für die Betroffenen nicht berechenbar seien. Die Frage, ob es berechtigte Gründe geben kann, um entsprechende Sanktionen gegen DRL-Athleten zu erheben, etwa das Wohlergehen der Sportler, Anti-Doping-Bestimmungen oder Terminkollisionen, wurde vom Gericht nicht abschließend geklärt.

Ringerliga-Präsident Werner Koch, gleichzeitig Vorsitzender des KSV Ispringen, wertete die Verhandlung als „großen Erfolg“. Der Ringer-Bund wollte zunächst keine Stellungnahme abgeben. Es ist allerdings nicht unwahrscheinlich, dass der DRB nach der Urteilsverkündung am 13. Februar 2019 in Berufung gehen wird. Nächste Instanz wäre dann das Oberlandesgericht.

Die fünf Vereine der Deutschen Ringerliga, zu denen der KSV Ispringen und der SV Germania Weingarten zählen, hatten nach einer jahrelangen Auseinandersetzung mit dem DRB ihre eigene Liga gegründet.