Mit dem Finale zwischen Weingarten mit Maxim Mamulat (rechts) und dem neuen Meister Schifferstadt mit Sanal Semenov endete Anfang Februar die zweite DRL-Saison. Foto: GES

Verbandssanktionen unzulässig

Ringerliga siegt vor Gericht

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Das Urteil hatte sich bereits im Dezember angedeutet, nun haben die Deutsche Ringerliga (DRL) und ihre fünf Vereine Gewissheit: Der Deutsche Ringer-Bund (DRB) und der Weltverband UWW dürfen DRL-Athleten nicht mehr sperren, weil sie in der von den Verbänden nicht anerkannten Liga auf die Matte gehen. Auch die bloße Androhung von Sanktionen ist unzulässig, wie das Landgericht Nürnberg-Fürth nach der Urteilsverkündung mitteilte. Die Verbände haben nun die Möglichkeit, Berufung beim Oberlandesgericht einzulegen. Der DRB will dies „erst nach Prüfung und auf Grundlage der Urteilsbegründung entscheiden“, wie er auf seiner Webseite mitteilte.

Ringen nun auch deutsche Topathleten in der DRL?

Die DRL, der neben dem SV Germania Weingarten und dem KSV Ispringen drei weitere Teams angehören, hat vor wenigen Wochen ihre zweite Runde beendet und strebt im Herbst eine dritte Saison an. Die fünf Vereine hatten sich mithilfe ausgegliederter Kapitalgesellschaften vom DRB losgesagt, weil sie sich von diesem über Jahre bevormundet gefühlt hatten. Der DRB und die UWW hatten daraufhin mit Sanktionen gedroht und mehrere Ringer mit einer Sperre belegt, was nun vorerst nicht mehr möglich ist. Mit dem Urteil im Rücken könnte es für die DRL-Clubs einfacher werden, Spitzenringer – auch solche aus Deutschland – von einem Engagement in der neuen Liga zu überzeugen.