ZWEI MATCHWINNER: Fabian Diringer (links) und Claudio Ritter drehen in der 86. und 91. Minute das Drittrundenspiel im bfv-Pokal gegen Astoria Walldorf. Foto: GES
ZWEI MATCHWINNER: Fabian Diringer (links) und Claudio Ritter drehen in der 86. und 91. Minute das Drittrundenspiel im bfv-Pokal gegen Astoria Walldorf.

SVS gewinnt 3:2 gegen Walldorf

Spielberger Duo dreht Partie in fünf Minuten

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Sensation in Spielberg. Der SV Spielberg  schlägt Astoria Walldorf in der dritten Runde des badischen Verbandspokals mit 3:2. Wenige Minute vor dem Ende lag der Verbandsligist noch mit 1:2 hinten. Die Joker Claudio Ritter und Fabian Diringer erledigen den Regionalliga-Zweiten dann binnen fünf Minuten.

Hängende Köpfe im Mannschaftbus des FC Astoria Walldorf bei der Abfahrt aus Spielberg: Dabei hatte der Regionalligist bis zur 86. Minute den Sieg in der Hand. Binnen fünf Minuten zündeten die beiden Joker und Neuzugänge aus Friedrichstal, Fabian Diringer (86.) und Claudio Ritter (91.), und schossen den SV Spielberg in die vierte Runde des badischen Verbandspokals. Kurios: Das Duo bereitete sich die Tore gegenseitig vor. SVS-Trainer Sebastian Weber bewies Händchen: „Wir sind heute an unser Limit gegangen und hatten nur so eine Chance“, zog er ein Fazit. Seine Mannschaft habe über 90 Minuten versucht, Fußball zu spielen, so Weber. „Das erwarte ich immer – egal ob Kreisligist oder ein Regionalliga-Team.“
Jener Regionalligist tat sich zu Beginn gegen den Oberliga-Absteiger schwer. Spielberg presste früh und schaltete nach Ballgewinn rasant um. In der 20. Minute wurde das Weber-Team dafür belohnt: Johannes Weiß setzte vor dem Walldorfer Gehäuse Guiliano Krahl in Szene. Der behielt gegen Astoria-Torwart Oliver Seitz die Übersicht und verwandelte zum 1:0.

Astoria trifft kurz vor der Pause

Walldorf benötigte Zeit, um aus der Lethargie zu erwachen, wurde dann aber gefährlich. Besonders zwischen Matthias Moritz im SVS-Tor und dem früheren Friedrichstaler Nicolai Groß entwickelte sich ein Privatduell – mit besserem Ende für Moritz (30. und 37.) Walldorf blieb jedoch dran und belohnte sich kurz vor den Halbzeit: Luca Stellwagen (45.) düpierte per Doppelpass mit Niklas Antlitz die Spielberger Defensive und ließ Moritz keine Chance.

Kurzzeitige Resignation bei den Spielbergern

„Ich habe meiner Mannschaft in der Pause gesagt, dass sie den Ausgleich vergessen soll“, gab Weber Einblicke aus der Kabine. Seine Worte hatten zunächst aber nur bedingt Erfolg. Stattdessen erlangte der Favorit aus Walldorf mehr und mehr die Oberhand. Keine 15 Minuten nach dem Wechsel sorgte Niklas Horn (59.) mit einem Flachschuss für klare Verhältnisse. Bei den 400 Zuschauer im Bechtle-Stadion herrschte Ernüchterung. „Das war es jetzt“, rief ein SVS-Fans.

Heute hat der Fußball verrückt gespielt.

Astoria-Coach Matthias Born

Walldorf fahrig bei der Chancenverwertung

Astoria ging aber in der Folge fahrig mit der Überlegenheit um, wechselte zu früh in den Verwaltungsmodus. „Wir haben verpasst das 3:1 zu machen“, kritisierte Astoria-Coach Matthias Born. Spielberg sei K.o. gewesen. „Heute hat der Fußball verrückt gespielt“, so seine Einschätzung der Schlussphase, in der Diringer und Ritter den Walldorfern die Heimreise vermiesten. „Nächste Runde geht es von Neuem los“, trat Weber auf die Bremse. Sein Grinsen machte ihm aber einen Strich durch die Rechnung.

SV Spielberg: Moritz, Fixel (74. Remus), Müller, Bauer (74. Diringer), Reuer, Kapllani (68. Ritter), Krahl, Veith (68. Schoch), Stark, Leimenstoll, Weiß.