Anton Fink will auch beim KFC Uerdingen gewinnen. | Foto: GES

Karlsruher SC

Anton Fink will Trendwende bestätigen

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Anton Finks Name dürfte an diesem Freitag (19 Uhr) wieder in der ersten Elf des Karlsruher SC für dessen Spiel beim KFC Uerdingen auftauchen. Auf seine Reservistenrolle in Lotte (0:0) und seine damit einher gegangene Enttäuschung hatte der 31 Jahre alte Drittliga-Rekordtorschütze beim 2:1 gegen den VfL Osnabrück mit einer sehr gefälligen Leistung geantwortet. Das 1:0 hatte Fink nach Einwurf Marco Thiedes mit einer No-Look-Ablage auf den Schützen Marvin Pourié vorbereitet.

Und auch sonst: Es lief viel bei Fink, weil auch er viel lief. Sercan Sararer, den KSC-Trainer Alois Schwartz in Lotte „aus taktischen Gründen“ Fink vorgezogen hatte, fällt nun für das Duell mit dem Tabellenfünften wegen eines grippalen Infektes aus. Hinter der Rückkehr des zuletzt am Becken verletzten Benjamin Uphoff stand am Mittwoch weiter ein Fragezeichen, er trainierte mit Torwarttrainer Kai Rabe, fehlte beim Elf gegen Elf. „Es wird von Tag zu Tag besser. Mal sehen, ob es reicht. Wir gehen kein Risiko ein. Wenn nicht, wird Sven Müller spielen. Er hat jetzt 120 Minuten in den Knochen und unser Vertrauen“, sagte Schwartz. Früher beendet hat Pourié die Einheit aufgrund von Problemen am Sprunggelenk. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie es schien.

Das war eine miese Leistung

Der Sieg und die guten Eindrücke aus dem Duell mit dem VfL Osnabrück seien „schön und gut“ gewesen, sagte Fink nun, doch gelte es, die Leistung in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena, wo die Krefelder ihre Heimspiele austragen, zu bestätigen. „Wir sollten gegen jeden Gegner ein Spiel so angehen wie gegen den Tabellenführer. Das haben wir in Jena und in Zwickau nicht geschafft und zu Hause gegen Lautern dreimal nicht. Das war eine miese Leistung von uns“, sagte Fink.

Das wahre Gesicht der KSC-Gruppe

Eindringlich hatte Sportdirektor Oliver Kreuzer vor dem Sechs-Punkte-Match gegen Osnabrück mit der Mannschaft und dabei auch von lauter anstehenden „Endspielen“ gesprochen. Und zusammengesetzt hatte sich auch die Mannschaft, wie Pourié berichtete. „Wir kamen zu dem Ergebnis, dass wir mal wieder zeigen müssen, wer wir sind.“ Es sei dann das wahre Gesicht der Truppe gewesen, sagten sie hinterher fast alle beim KSC, als die drei Punkte aus dem Spitzenspiel den Abstand auf den Tabellenführer auf drei Zähler zusammenschmelzen ließen.

Stephan Hain ist der Toptorjäger

In Uerdingen werden die Augen wieder auf das Knipser-Paar der stärksten Auswärtsmannschaft der Liga gerichtet sein. Pourié, zwölf Saisontore – Fink, deren elf. Nur Unterhachings Stephan Hain (13) steht in der Torjägerliste noch vor den beiden. „Mir ist es egal, wer die Tore schießt. Ich habe Marvin von seinen zwölf Toren sechs aufgelegt. Mich freut es auch, wenn ich Tore vorbereiten kann“, sagt Fink.

KSC will Mitbewerber distanzieren

Eines in dieser Statistik war jenes zum 2:0-Endstand im Hinspiel gegen Uerdingen. Würde der KSC das wiederholen, wäre der nächste Aufstiegs-Mitbewerber distanziert und nur die Konkurrenz aus Halle und Wiesbaden neben Osnabrück zu kontrollieren.