Alexander Zverev
Ist in London gegen Roger Federer gefordert: Alexander Zverev. | Foto: John Walton/PA Wire

Tennis in London

Zverev fordert Idol Federer im Halbfinale der ATP-WM

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London (dpa) – Den lang ersehnten Urlaub muss Alexander Zverev noch ein bisschen aufschieben. Doch das kann Deutschlands derzeit bester Tennisspieler gut verschmerzen, ist der Grund doch ein erfreulicher.

Als erster Deutscher seit Rainer Schüttler vor 15 Jahren hat der 21-Jährige bei der ATP-WM das Halbfinale erreicht und wird nun auch noch mit einem Duell gegen sein großes Idol Roger Federer belohnt. Um 15.00 Uhr treffen Zverev und Federer am Samstag in London aufeinander, am späten Abend (21.00 Uhr) stehen sich der serbische Weltranglisten-Erste Novak Djokovic und Kevin Anderson aus Südafrika im zweiten Halbfinale gegenüber.

«Es ist natürlich großartig, hier im Halbfinale zu stehen. Aber das Turnier ist noch nicht vorbei», sagte Zverev nach seinem Zweisatzsieg gegen den Amerikaner John Isner, durch den er bei seiner zweiten Teilnahme am Turnier der besten acht Spieler der Saison zum ersten Mal die Gruppenphase überstand. «Jetzt geht es gegen Roger. Es wird ein schweres, aber hoffentlich auch schönes Spiel», sagte die Nummer fünf der Welt.

Die Bilanz zwischen Zverev und dem 16 Jahre älteren Federer spricht knapp für den Schweizer. Von fünf Duellen hat Federer drei gewonnen. So auch vor einem Jahr bei der ATP-WM in London, als sich Zverev in der Vorrunde in drei Sätzen geschlagen geben musste. «Ich hoffe, dass ich die Bilanz ausgleichen kann», sagte Zverev.

Vor rund zwei Monaten gewannen beide zusammen in Chicago noch den Laver Cup. «Es ist ja bekannt, dass wir gut befreundet sind», sagte Zverev, für den Federer auch so etwas wie eine Art Mentor ist. Als Zverev zu Beginn des Jahres bei den Australian Open bereits in der dritten Runde ausschied, nahm sich Federer den jungen Deutschen zur Seite und sprach ihm Mut zu. Am Samstag wird der Schweizer aber keine Rücksicht auf den gebürtigen Hamburger nehmen. Schließlich strebt er in London selbst den 100. Titel seiner eindrucksvollen Karriere an.