DLRG
Eine Rettungsschwimmerin der DLRG in einem Wachturm. | Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archiv

Höchster Stand seit 10 Jahren

2018 ertranken bisher mindestens 48 Menschen im Südwesten

Anzeige

Trauriger Rekord: In den ersten acht Monaten des Jahres 2018 sind in Baden-Württembergs Gewässern mindestens 48 Menschen ertrunken.

Das waren 17 Menschen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mitteilte.

Die Mehrheit der Ertrunkenen – etwa 75 Prozent – waren männlichen Geschlechts. 25 der Menschen ertranken laut DLRG in den Seen des Südwestens, 15 kamen in Flüssen ums Leben. Die anderen Menschen starben im Schwimmbad (6) oder in anderen Gewässern.

Höchster Stand seit zehn Jahren

Nach Angaben der DLRG ist das der höchste Stand seit zehn Jahren. Das zeige sich auch bundesweit, wo in den ersten acht Monaten des Jahres 2018 mindestens 445 Menschen in Bädern, Seen und Flüssen ertrunken sind. Das waren 148 Personen mehr als im Vorjahreszeitraum.

Vier Tote in Seen der Region seit Ende Juli

Auch in der Region häufen sich die tödlichen Badeunfälle: Erst am Montag war ein 25-Jähriger in einem See bei Zaberfeld (Kreis Heilbronn) aus seinem Schlauchboot ins Wasser gefallen. Die Suche nach ihm wurde inzwischen eingestellt. Mitte August starb im Erlichsee in Oberhausen-Rheinhausen ein Schnorchler, etwa zur selben Zeit entdeckten Passanten die Leiche eines Mannes, der am Bühler Badesee vermisst wurde. In Untergrombach ist Ende Juli ein 30-Jähriger ertrunken.

(dpa/ lsw/ juf)