Justitia
Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. | Foto: Arne Dedert/Archiv

Mordprozess gegen 28-Jährigen

Prozess wegen Vatermords: Psychisch kranker Sohn räumt Tat ein

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Im Mordprozess gegen einen 28-Jährigen, der seinen Vater getötet haben soll, hat der Angeklagte die Tat am Montag durch seinen Anwalt eingeräumt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, im vergangenen Mai seinen Vater zunächst bewusstlos geschlagen und dann enthauptet zu haben.

Da der Angeklagte unter einer krankhaft seelischen Störung leide und gefährlich für die Allgemeinheit sei, forderte die Anklage zum Auftakt des Prozesses dessen Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Kopf mit Küchenmesser abgetrennt

Am 8. Mai soll der damals 27-jährige Sohn im Wahn einen 18 Zentimeter großen Stein aus dem Garten geholt und seinem Vater damit auf den Kopf geschlagen haben. Als dieser zur Haustür flüchtete, soll ihm sein Sohn mehrmals mit dem Stein auf den Kopf geschlagen haben, bis er das Bewusstsein verlor. Danach soll der Sohn seinem Vater mit einem Küchenmesser den Kopf abgetrennt haben.

Angeklagter hatte wohl paranoide Vorstellungen

Der Angeklagte lebte zum Tatzeitpunkt bei seinen Eltern und hatte nach eigenen Angaben zu beiden ein gutes Verhältnis. Jedoch unterstellte er seinem Vater und einigen Nachbarn, dass sie ihn vergiften wollten. Vor Gericht sagte der 28-Jährige zu Prozessbeginn, er habe paranoide Vorstellungen gehabt und sich verfolgt gefühlt. Öfters habe er ihm Wahn Streitigkeiten mit seinem Vater initiiert, der angeblich sein Essen vergiftet wollte.

(dpa/lsw)