WhatsApp
Auch bei Profilbildern in WhatsApp gilt das Urheberrecht. | Foto: Martin Gerten

Weihnachtsmann als Profilbild

Betrugsmasche? Weihnachtsmann-Rätsel bei WhatsApp wirft Fragen auf

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Wer sich momentan in der Messenger-App WhatsApp herumtreibt, stößt unter Umständen auf einige Weihnachtsmann-Profilbilder. Diese gehen auf ein Rätsel zurück, das aktuell kettenbriefartig verbreitet wird. Wer das Rätsel nicht lösen kann, muss zur Strafe ein bestimmtes Weihnachtsmann-Bild als Profilfoto einstellen. Steckt eine Betrugsmasche dahinter?

Das Misstrauen der WhatsApp-Nutzer gegenüber des Spiels wächst. Wie „Mimikama“, ein Verein zur Aufklärung von Internetmissbrauch, berichtet, häufen sich dort momentan die Anfragen zu folgendem Weihnachtsmann-Rätsel:

Du kommst in ein Zimmer. Auf dem Bett liegen 2 Hunde und 3 Katzen. Der Weihnachtsmann, ein Esel und 5 Rentiere stehen da auch rum… 3 Tauben und eine kleine Ente fliegen durch die Gegend… so! Wie viele Füße stehen im Zimmer?

Handelt es sich um eine Betrugsmasche?

Viele Nutzer befürchten, dass es sich beim Weihnachtsmann-Rätsel um eine Betrugsmasche handeln könnte. Denn laut „Mimikama“ kursiert auch eine Warnung bei WhatsApp, wonach das Weihnachtsmann-Profilbild urheberrechtlich geschützt sein und dazu genutzt werden solle, um bei der Verwendung Geld zu erpressen. Der Verein erklärt, dass der „dabbing santa claus“, so der Titel des Weihnachtsmann-Profilbilds, das verwendet werden soll, nicht der erste derartige Fall sei. Auch 2014 und 2016 habe es ähnliche Anfragen gegeben. Fakt sei aber, dass Nutzer bei fremden Werken immer von einem Urheberrecht ausgehen müssten – auch unabhängig davon, ob das Weihnachtsmann-Rätsel eine Abzockmasche darstelle oder nicht.

Abmahnungen theoretisch möglich

Dass hinter dem Weihnachtsmann-Rätsel eine gewisse „Masche“ stecke, „ist anzuzweifeln“, schreiben „Mimikama“. Ein Betrug sei dann möglich, wenn der Rechteinhaber des Bildes wisse, welche Rufnummern die Bilder benutzten und wem diese Nummern überhaupt gehörten. Dies dürfte jedoch unwahrscheinlich sein. Dass es sich um eine Betrugsmasche handle, sei daher „reine Spekulation“.