Olympiaberg in München
Klare Sicht garantiert: Im Gegensatz zur Mondfinsternis im Sommer muss man sich morgen aber warm anziehen! | Foto: Matthias Balk

Beste Sichtbedingungen

BNN-Meteorologe sagt klare und kalte Blutmond-Nacht voraus

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Beim Blutmond in den frühen Morgenstunden des Montags wird es kalt und vor allem klar sein. Also beste Bedingungen für die Himmelsgucker, die die totale Mondfinsternis nicht verpassen wollen. Diese Vorhersage trifft BNN-Meteorologe Dominik Jung. „Morgen früh sollte man den Mond gut sehen können … aber kalt…um vier Grad unter Null“, so der Wetterexperte.

Wer die Mondfinsternis im Sommer 2018 verpasst hat, bekommt diesmal noch ein Zugabe – einen „Supermond“. Dieser erscheint immer dann, wenn sich der Mond an der Stelle seiner Umlaufbahn befindet, an der er am kürzesten von der Erde entfernt ist. Dadurch ist er von der Erde aus größer zu sehen. Der „Blutmond“ am morgigen Montag wird also ein „Super-Blutmond“ sein und nicht nur rot leuchten, sondern auch besonders groß erscheinen.

Warum leuchtet der Mond überhaupt rot?

Ein „Blutmond“ entsteht, wenn sich die Erde zwischen Sonne und Mond befindet und der Mond vollständig im Schatten der Erde, dem sogenannten Kernschatten, steht. Das Sonnenlicht wird dann von der Erdatmosphäre gebrochen, sodass nur die langwelligen roten Lichtstrahlen von der Erde aus sichtbar sind. Dadurch wirkt der Mond, als würde er rot leuchten.

Wann muss ich mir den Wecker stellen?

Wer den „Super-Blutmond“ live erleben möchte, muss morgen schon früh aufstehen. Bereits um 4.43 Uhr verfinstert sich der Mond zunehmend. Die totale Mondfinsternis ist auf  5.41 Uhr berechnet. Ab dann wird der Mond auch blutrot leuchten, bevor er den Erdschatten um 6.43 wieder allmählich verlassen wird. Kurz vor Sonnenaufgang, um 7.51 Uhr, wird das Himmelsspektakel dann beendet sein.

Wo wird der „Super-Blutmond“ zu sehen sein?

Wer den „Super-Blutmond“ in voller Pracht sehen möchte, der sollte für freie Sicht in Richtung Nordwesten sorgen. Da der Mond um diese Uhrzeit sehr flach über dem Horizont steht, könnte es im dicht bebauten Stadtgebiet eher schwierig werden, das Spektakel zu beobachten. Die wahrscheinlich beste Sicht dürfte es daher auf freiem Feld oder von einem erhöhten Aussichtspunkt aus geben.

Nächster Super-Blutmond erst wieder in 18 Jahren

Der Aufwand dürfte sich vor allem deswegen lohnen, weil es den nächsten „Super-Blutmond“ erst im Jahr 2037 zu sehen geben wird, also erst in 18 Jahren. Bis zum nächsten „Blutmond“ dauert es hingegen nicht mehr ganz so lange. Der kann bereits am 16. Juli dieses Jahres wieder bewundert werden.

Hier noch ein Aufruf an alle Hobbyfotografen, die sich die Mühe machen, früh aufzustehen: Wir wollen die Blutmond-Bilder der BNN-Leser sehen und veröffentlichen. Die schönsten badischen Blutmond-Momente wollen die BNN in einer Bildergalerie festhalten. Ihre aktuellen am frühen Montagmorgen geschossenen Fotos des Schauspiels können Leser an digital@bnn.de unter dem Betreff „Blutmond“ senden.