Die CDU-Landtagsfraktion fordert, dass es Gebiete geben muss, in denen der Wolf aus Gründen des Naturschutzes nicht erwünscht ist. | Foto: dpa/Pleul

Mitglied der Landtagsfraktion

CDU fordert wolffreie Gebiete: Haser spricht sich für Wolfsabschuss aus

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Der naturschutzpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Raimund Haser, hat sich für die Möglichkeit der Wolfsabschüsse ausgesprochen.

„Die CDU-Fraktion ist schon seit längerem der Auffassung, dass es einen absoluten Schutz zu Lasten anderer Schutzgüter nicht geben kann“, teilte das Landtagsmitglied mit. Dem Wolf als streng geschützte Art stünden andere schützenswerte Pflanzen und Tiere entgegen. Diese gingen bei einer Aufgabe der Beweidung von Flächen verloren. Eine konkrete Gefahr sieht Haser für kleine Betriebe mit wenigen Schafen, die nicht in der Lage seien, den finanziellen Aufwand zum Schutz ihrer Tiere vor Wölfen zu leisten.

Nicht pauschalisieren

Bereits auf ihrem Landesparteitag hatten die Christdemokraten Ende September in Rust gefordert, dass in Gebieten mit sehr ausgeprägter Weidetierhaltung kein Wolf geduldet werden könne. „Niemand hat Interesse daran, Wölfe pauschal aus Baden-Württemberg zu verbannen“, sagt Haser, macht aber deutlich: Es müsse Gebiete geben, in denen sie aus Gründen des Naturschutzes nicht erwünscht sind. Die CDU-Fraktion begrüße deshalb den Vorschlag des baden-württembergischen Umweltministeriums, „den Ausnahmetatbestand der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie“ bezogen auf die Tötung von Wölfen „pragmatisch und realitätsnah“ auszulegen.

Wolf im Murgtal unterwegs

Auch in Baden hat der Wolf schon für mächtig Wirbel gesorgt: Anfang September wurden zwei Schafe in Gernsbach durch einen Wolf getötet. Ende Oktober will ein Spaziergänger westlich von Loffenau gesehen haben, wie sich ein Wolf über die Böschung davongemacht habe. Zurückgeblieben war ein totes Reh. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass an dem Reh-Kitz keinerlei Wolfs-Spuren zu finden gewesen seien.