In der Kolumne "Zusammen zuhause" berichten die BNN-Redakteure über ihren Alltag in Zeiten des Coronavirus.
In der Kolumne "Zusammen zuhause" berichten die BNN-Redakteure über ihren Alltag in Zeiten des Coronavirus. | Foto: peterschreiber.media/Adobe Stock, imago (Montage)

Kolumne: „Zusammen zuhause“

Mit dem Teenager durch die Corona-Krise

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Mit einem Teenager durch die Corona-Krise? Dürfte ein Luxusproblem werden. Babysitter? Sind bei einer 15-Jährigen überflüssig. Sorgen um Prüfungstermine? Hinfällig – das Abi ist ja noch zwei Jahre hin. Befreundete Eltern erörtern mit Blick auf die schulfreie Zeit scherzhaft vor allem drei Fragen: Verwachsen die Teenager nun vollends mit ihrem Smartphone?

Werden sie ihre gesammelten Schulaufgaben erst am letzten Osterferien-Wochenende erledigen? Und stecken sie noch am Abend ungeduscht in Jogginghosen? Okay, zugegeben: Die Corona-Krise ist verdammt ernst. Da draußen kämpfen Infizierte mit dem Tod. Doch im Eigenheim-Exil wirkt das surreal. Und hilft Humor nicht immer?

Familien im Ausnahmezustand: Schulen und Kitas sind geschlossen. Die Eltern arbeiten im Homeoffice. Der Alltag folgt in Zeiten der Corona-Pandemie neuen Regeln. Wie verändert sich dadurch das Zusammenleben? Darüber berichten in dieser Kolumne BNN-Redakteure mit unterschiedlichen Familienkonstellationen.

Elterliche Gretchenfrage: Wie organisierst du dich?

Am Vorabend des ersten „schulfreien“ Tages lauten die elterlichen Gretchenfragen: Wie wirst du dich organisieren? Wann erledigst du welche Schulaufgaben? Denn nicht jeder Lehrer hat strenge Kontrollen angekündigt.

Der Teenager rollt genervt die Augen. „Ich würde sagen: 6.30 Uhr stehe ich auf, gehe joggen, dusche, frühstücke. Dann lerne ich von 7.45 bis 17 Uhr, nur mittags unterbreche ich für eine Stunde, um Essen für alle zu kochen“ – spricht’s und rauscht ab ins Jugendzimmer. Stimmt ja: Nichts hassen Teenager so sehr wie „übertriebene“ Einmischung.

Spätabends ist Hausaufgabenzeit

Tag eins der Schulschließung: Von wegen – 6.30 Uhr aufstehen. Na, formulieren wir es so: Das elterliche Homeoffice ist schon länger in Betrieb, als die Heranwachsende (geduscht) zum Frühstück erscheint – allerdings mit einem triumphierenden Grinsen.

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„Von den Deutsch-Aufgaben für die ganze Woche habe ich schon gestern fünfeinviertel von sechs Blättern erledigt.“ Gestern Abend – nach den Kicher-Orgien mit der besten Freundin (soviel Sozialkontakt darf sein)? „Die Aufgaben der Lehrer konnten wir auch nur spätabends herunterladen“, sagt der Teenager. Stimmt, die Server waren überlastet. Und wie sagte doch ein Lernpsychologe: Jeder Schüler dürfe nun nach seinem Bio-Rhythmus lernen.

Können Teenager Kartoffeln schälen und Fisch braten?

Apropos Rhythmus: Im Elternalltag gehört dazu ein Mittagessen. Doch im Homeoffice gibt es keine Kantine. Aber, da war doch diese schnippische Bemerkung übers Kochen… Können Teenager Kartoffeln schälen und Fisch braten? Die Antwort am ersten schulfreien Mittag lautet: Mmmh, lecker, ja. Nicht nur für die Schule lernen wir …

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