Über 7000 Euro wurden für den sogenannten Verspätungsschal bei einer Versteigerung geboten. | Foto: twitter.com/sara__weber

Viraler Hit unterm Hammer

Deutsche Bahn gibt Höchstgebot für „Verspätungsschal“ ab

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Ein Tweet über den sogenannten Verspätungsschal verbreitete sich vor einigen Tagen wie ein Lauffeuer im Internet. Eine Frau aus München hatte die Verspätungen der Deutschen Bahn jeden Tag farbig in einem selbstgestrickten Schal verewigt. Nun kam das bunte Accessoire bei einer Versteigerung für satte 7550 Euro unter den Hammer. Der Höchstbietende: die Deutsche Bahn selbst.

Graue Wolle für Verspätungen von bis zu fünf Minuten, rosafarbene bei bis zu 30 Minuten und rote Wolle bei Verspätungen von über 30 Minuten: Nach diesem Schema strickte eine genervte Pendlerin aus München ihren „Verspätungsschal“. Als ihre Tochter diesen auf Twitter postete, wurde er sogar zum viralen Hit.

Über die vielen Reaktionen auf Twitter erfreut, beschloss die Münchenerin, den Schal zugunsten der Bahnhofsmission zu versteigern. Dass die Auktion am Ende sogar 7550 Euro einbringen würde, damit hatten Mutter und Tochter jedoch nicht gerechnet. In einem Tweet brachte die Tochter ihre Freude über die große Summe zum Ausdruck:

Überraschender Höchstbietender

Zwei Tage später folgte nun die nächste Überraschung: „Ich weiß jetzt, wer den Schal ersteigert hat“, twitterte die Tochter am Mittwochvormittag. Niemand anderes als das Digital-Team der Deutschen Bahn habe das höchste Gebot abgegeben.

So hatten die Verspätungen der Deutschen Bahn im vergangenen Jahr – wenn auch über Umwege – doch noch etwas Gutes: Die Bahnhofsmission darf sich nächste Woche über eine große Geldspende freuen.