Auch an diesem Freitag gibt es wieder eine große "Fridays for Future"-Demonstration in Karlsruhe.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Baden-Württemberg hat die Arbeitgeber im Land dazu aufgerufen, ihren Mitarbeitern die Teilnahme an den "Fridays for Future"-Demonstrationen in dieser Woche zu ermöglichen. | Foto: Etzold

Stuttgart

DGB Baden-Württemberg: Arbeitgeber sollen Teilnahme an „Fridays for Future“-Demos erlauben

Anzeige

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Baden-Württemberg hat die Arbeitgeber im Land dazu aufgerufen, ihren Mitarbeitern die Teilnahme an den „Fridays for Future“-Demonstrationen in dieser Woche zu ermöglichen. „Klimaschutz gehört oben auf die politische Agenda“, sagte der Landesvorsitzende Martin Kunzmann.

„Öffentliche Investitionen in den Klimaschutz müssen Vorrang haben vor der Politik der schwarzen Null.“ Am kommenden Freitag (20. September) ist weltweit ein „Klimastreik“ geplant. Die Fridays-for-Future-Aktivisten im Südwesten hoffen auf Tausende Teilnehmer. Der DGB ruft zur Teilnahme an dem Aktionstag auf. Arbeitnehmer, die an der Aktion teilnehmen wollen, müssen allerdings freinehmen oder vom Arbeitgeber die Erlaubnis einholen.

Nicht ohne Absprache zu „Fridays for Future“-Demos

Kunzmann warnte davor, einfach ohne Absprache mit dem Chef dem Arbeitsplatz fernzubleiben. „Beschäftigte dürfen nur außerhalb ihre Arbeitszeit demonstrieren, sofern ihr Arbeitgeber nichts anderes angekündigt hat.“ Die Fridays-for-Future-Aktivisten sprechen zwar von „Streiks“. In Deutschland gibt es ein Streikrecht aber nur im Rahmen von Tarifauseinandersetzungen.

Mehr zum Thema: „Fridays for Future“: Demonstrationen in Karlsruhe und der Region

DGB und Stadt Tübingen wollen Teilnahme erlauben

Der DGB Baden-Württemberg als Arbeitgeber will seinen Mitarbeitern die Teilnahme ermöglichen, auch die Beschäftigten der Gewerkschaft Verdi dürfen einem Sprecher zufolge zu den Demonstrationen. Die Stadt Tübingen mit dem Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) will Mitarbeiter, die an ihrem Arbeitsplatz abkömmlich sind, ebenfalls teilnehmen lassen.

Beim Autobauer Daimler etwa hieß es hingegen, die Beschäftigten müssten Urlaubs- oder Gleitzeittage nehmen, um an der Klimademonstration teilzunehmen. Der Softwareanbieter SAP verwies auf flexible Arbeitszeiten, die Mitarbeiter nutzen könnten.